Viele kleine, funktionierende Rädchen ergeben das große Ganze

Viele kleine, funktionierende Rädchen ergeben das große Ganze

Omer Tarabic Omer Tarabic, Tips Redaktion, 13.05.2019 07:02 Uhr

ZELL. Im Juni findet zum sechsten Mal die Pramtaler Sommeroperette statt. Von Anfang an mit im Veranstalterteam ist Marcus Hölzl, der die Pressearbeit erledigt. 

Tips: Herr Hölzl, welchen Stellenwert hat die Pramtaler Sommeroperette (PSO) im Bezirk Schärding?

Hölzl: Die Pramlater Sommeroperette ist in meinen Augen eines der Kulturjuwele im Bezirk Schärding – und auch darüber hinaus. Unser Ziel war immer in der Region ein entsprechendes Angebot zu verankern. Nicht nur für eine Saison, sondern nachhaltig. Ein Fixpunkt im Jahreskreis, auf den die Leute schon ungeduldig warten. Es freut uns daher sehr, dass unsere Idee einer Sommeroperette in Schloss Zell auf fruchtbaren Boden gefallen ist und von Publikum so gut angenommen wird.

Tips: Sie sind von Anfang an dabei. Wie hast sich die Sommeroperette in den vergangenen Jahren entwickelt?

Hölzl: Im Premierenjahr 2013 war alles neu und wir mussten in vielerlei Hinsicht improvisieren.Seitdem bemühen wir uns, Jahr für Jahr professioneller zu werden, gleichzeitig aber den familiären Charakter der PSO zu bewahren und noch zu stärken. Wir sind keine Großproduktion, bei uns sind ganz viele kleine funktionierende Rädchen, die das große Ganze ausmachen. Wir sind vom ehrenamtlichen Engagement und der musikalischen Begeisterung vieler Mitwirkender abhängig. Ein Dankeschön an all diese Menschen, die auf den ersten Blick niemand wahrnimmt.

Tips: Wie stressig ist die Zeit vor der Premiere?

Hölzl: Sehr intensiv. Die dichtesten Phasen sind sicher die Tage vor und nach der Pressekonferenz, die wir immer Mitte April haben, und die Tage vor und nach der Premiere. In der Woche vor der Premiere kommen noch die täglichen Proben dazu. Ich bin ja nicht nur Pressesprecher, sondern auch Posaunist im Salonorchester sINNfonietta. Diese Doppelfunktionen mehrerer Akteure sind bei der Pramtaler Sommeroperette keine Seltenheit. Und dann gibt ja auch noch ein berufliches Leben neben der PSO. Die meisten Orchestermitglieder zum Beispiel unterrichten untertags und kommen dann direkt von den Musikschulen in die Proben.

Tips: Was genau sind Ihre Aufgabenbereiche?

Hölzl: Als Pressesprecher bin ich der Dreh- und Angelpunkt für alle Kontakte mit den Medien.Es gilt auch immer wieder Werbetexte zu verfassen und unsere Künstler als Interviewpartner zu vermitteln, damit die PSO im Vorfeld der Premiere möglichst viel Aufmerksamkeit erhält.

Tips: Heuer gibt es erstmals eine Vorstellung für Schüler. Wie ist diese Idee entstanden?

Hölzl: Was ich so bemerkenswert finde ist, dass die Schulen proaktiv auf uns zugekommen sind und angefragt haben, ob es auch die Möglichkeit einer Schülervorstellung gäbe. Diese Idee haben wir natürlich sofort aufgegriffen, weil wir das was wir machen nicht nur als möglichst gute Unterhaltung, sondern auch als Bildungsauftrag verstehen. Wir möchten Menschen jeglichen Alters – und eben auch Kindern und Jugendlichen – die Begeisterung für die klassische Musik im Allgemeinen und die Operette im Besonderen vermitteln.

Tips: Warum sollte man die Pramtaler Sommeroperette einmal live erlebt haben?

Hölzl: Weil das Ambiente in Schloss Zell an der Pram, diese musikalische Verbindung von Gesang, Schauspiel und Orchester an einem lauen Sommerabend unter freiem Himmel unvergleichlich ist. Und selbst wenn uns das Wetter einmal einen Streich spielt und uns zwingt, nach innen auszuweichen: Die PSO lässt so viele Herzen durch ihre Musik und ihren Humor höherschlagen, dass sie es auch dann mehr als wert ist, besucht zu werden.

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