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Leserartikel Eva Leutgeb, 11.09.2019 17:19

JAHRINGS. Nach zwei Jahren Bauzeit und über 4.600 geleisteten Arbeitsstunden konnte das Feuerwehrhaus Jahrings feierlich eröffnet werden.

V.l.n.r.: Abschnittsfeuerwehrkommandant Stadtrat Ewald Edelmaier, BM Marcel Messerer, Geschäftsführer Fa. Winkler Christian Winkler, Stadtrat für Feuerwehrwesen Ing. Gerald Gaishofer, Ehrenabschnittsbrandinspektor Franz Raab, Provisor Mag. Florian Giacomelli, 2. Kommandant-Stv. Ewald Maurer, Bürgermeister Landtagsabgeordneter Franz Mold, Verwalter Markus Schießwald, Kommandant ABI Franz Müllner, 1. Kommandant-Stv. Josef Rametsteiner, HLM Gerhard Liebenauer; Foto: Gemeinde Zwettl

Kommandant Abschnittsbrandinspektor (ABI) Franz Müllner bedankte sich bei seiner Mannschaft und allen freiwilligen Helfern für die geleistete Arbeit und bei der Gemeinde für die Unterstützung. Franz Müllner hatte bei seinem Rückblick den frommen Wunsch nach einem Haus für die Ewigkeit, denn: „Das Feuerwehrhaus wurde von 1987 bis 1989 unter dem damaligen Kommandant Franz Raab neu gebaut und war für damalige Verhältnisse großzügig angelegt. Man dachte, ein Haus für die Ewigkeit“.

Erweiterungen

Bereits 2003 musste auf Grund der damaligen Mannschaftsstärke von 48 Mann das Haus mit einem Bekleidungsraum erweitert werden. 30 Jahren später war es an der Zeit, über neue Fenster und eine neue Fassade nachzudenken. Zudem verfügte das Haus über keine Heizung und keine zeitgemäßen Sanitäreinrichtungen. Mit mittlerweile 74 Mitgliedern war der Mannschaftsraum wieder zu klein. Somit gab es im Jahr 2016 unter dem damaligen Bürgermeister Herbert Prinz und Stadtrat für Feuerwehrwesen Franz Mold eine Zusage, zusätzlich zur Renovierung, auch einen Zubau zu errichten.

Baubeginn und großzügige Unterstützung

Baubeginn war im Juli 2017. Bereits im Oktober 2017 konnte auf Grund der hohen Motivation und der fachlichen Kompetenz zahlreicher Meister in den eigenen Reihen der FF Jahrings die Gleichenfeier stattfinden. Mit dem Zubau wurde auch eine Fernwärme in die Volksschule Jahrings realisiert. Die Heizkosten der Volkschule übernimmt die Gemeinde. Insgesamt wurden von den Mitgliedern der FF Jahrings und von freiwilligen Helfern an 208 Tagen 4.656,5 Arbeitsstunden geleistet. Das sind umgerechnet über 80.000 Euro an Kostenersparnis für die Gemeinde. Die Gemeinde Zwettl selber unterstützte den Bau mit der stolzen Summe von 205.000 Euro.

Gesellschaftlicher Treffpunkt

Stadtrat für Feuerwehrwesen Gerald Gaishofer betonte, dass es als Stadtgemeinde Zwettl ein Anliegen ist, derartige Projekte zu unterstützen, denn: „Gerade in der heutigen Zeit, wo es, so wie in Jahrings, kein Gasthaus mehr gibt, ist ein Feuerwehrhaus nicht nur ein Raum für  Einsätze, Übungen und Ausrüstung, sondern auch ein Stätte, wo Tradition, Kameradschaftspflege und gesellschaftliche Treffen stattfinden“.

Auch Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Franz Mold blies in dasselbe Horn: „Retten, Löschen, Bergen und Schützen sind natürlich immer noch der Schwerpunkt der Feuerwehren, aber sie sind heute die Organisation, die das Gemeinschaftleben im Dorf zusammenhält. Daher ist es wichtig zu unterstützen, damit unser Gemeinschaftsleben funktionieren kann“.

Engagierte Feuerwehr

Von Abschnittsfeuerwehrkommandant Stadtrat Ewald Edelmaier gab es großes Lob für das Engagement der FF Jahrings im Feuerwehrwesen, sei es bei Einsätzen, Übungen oder Wettkämpfen. Er bedankte sich für die gute Betreuung des Atemluftfahrzeuges Zwettl, das ebenfalls im Feuerwehrhaus Jahrings stationiert ist und wünschte viel Freude mit dem neuen Haus. „Wenn auch nicht für die Ewigkeit gebaut, so kann ein gutes Feuerwehrhaus wie dieses doch auf die Ewigkeit, den Schutz und die Hilfe Gottes hinweisen“, sagte Provisor Florian Giacomelli bei der Segnung des Feuerwehrhauses. Den Festakt wurde vom Musikverein Marbach unter der Leitung von  Ernst Hackl musikalisch umrahmt. Ein stattlicher Ehrenzug mit 90 Mitglieder der Feuerwehren Marbach, Merzenstein, Gschwendt, Uttissenbach, Etzen,  Oberneustift, Schloss Rosenau, Zwettl, Moidrams, Dorf Rosenau und Jahrings gaben die Ehre. Über 700 Stunden Arbeit gingen alleine auf das Konto von ABI Franz Müllner. Dafür bedankten sich die Mitglieder der FF Jahrings bei Ihrem Kommandanten und seiner Partnerin Claudia Schneider mit einer kleinen Anerkennung.


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