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Fehlende Gehwege: Umfahrung Zwettl ist Schildbürgerstreich des Monats Februar

Katharina Vogl, 26.02.2016 14:31

ZWETTL. Einmal im Monat küren die Grünen Niederösterreich den „NÖ Schildbürgerstreich“, dieses Mal fiel die Wahl auf die 158 Millionen Euro teure Umfahrung Zwettl, die bis 2017 fertiggestellt werden soll.

Gruppenfoto mit den Grünen Zwettl vor Ort (v.l.): Ewald Gärber, Klubobfrau Helga Krismer, Silvia Moser, Andreas Piringer.

Rund 110.000 Tonnen Asphalt sowie 21 Kilometer Kanal und Rohre werden für die exakt 10,7 Kilometer lange Nordumfahrung verbaut. Sechs Anschlussstellen und 21 Brücken (davon fünf Talübergänge) sind vorgesehen.Bei diesem riesen Projekt wurde aber offensichtlich auf Gehwege vergessen, kritisieren die Grünen. „Bei einzelnen Brücken wurden Fußgeher nicht berücksichtigt, das bedeutet offenbar: Fußgeher sind unerwünscht“, so Helga Krismer, Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag, die am Freitag, den 26. Februar, deswegen die Umfahrung Zwettl zum Schildbürgerstreich des Monats kürte.

Wer so manche Brücke zu Fuß queren möchte, muss daher auf der Fahrbahn gehen. Besonders gefährlich ist die Brücke zwischen Rudmanns/Waldrandsiedlung/Edelhof und dem Gewerbegebiet von Zwettl. Auf der Brücke gäbe es zwar einen schmalen Weg zwischen Leitschiene und Brückengeländer - um diesen zu erreichen muss man über die Leitschienen klettern. Dabei gehen unzählige Schüler der landwirtschaftlichen Fachschule in Edelhof sowie Rudmannser auf dieser Straße zum Einkaufen ins Gewerbegebiet von Zwettl. „Was sich die Planer dabei gedacht haben, würde ich gerne wissen. Die Umfahrung verschlingt so viel Steuergeld, da sollte man erwarten können, dass ein Großteil in die Verkehrssicherheit investiert wird. Dass die Fußgänger - darunter Schüler, Wandersleut' - auf der Fahrbahn gehen müssen, ist hochgefährlich. Deswegen verlange ich umgehend eine Lösung seitens der Bauleitung“, so Helga Krismer.


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