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ZWETTL. Ein Stück Natur auf dem eigenen Betriebsgelände – das ist beim Handelsunternehmen Kastner in Zwettl nun Realität geworden.

Pilotprojekt bei der Firma Kastner, v.l.: Christof Kastner, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Franz Maier. Foto: WKNÖ/Schindler

Die Basis dafür bietet eine neue gemeinsame Förderschiene der Ökologischen Betriebsberatung der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) mit dem Ökomanagement des Landes NÖ. Damit wird die Gestaltung von „naturnahen Firmenarealen“ unterstützt. Kurzberatungen bis zu acht Stunden werden zu 100 Prozent gefördert, darüber hinausgehende Schwerpunktberatungen bis zu 40 Stunden mit 60 Euro pro Stunde.

Positiv für Natur und Betriebsklima

„Mit dem Projekt leisten wir als Unternehmen in Kooperation mit dem Ökokreis bewusst einen Beitrag zum Schutz und Erhalt unserer Umwelt und unserer regionalen Pflanzenwelt“, erläutert Firmen-Chef Christof Kastner den Sinn der Aktion. „Eigene Info-Tafeln zum Projekt sorgen zusätzlich für Umweltbewusstsein und Wissensvermittlung, das gesamte Arbeitsumfeld wird durch das Projekt aufgelockert. Ein Stück Natur im Betrieb lohnt sich.“ WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl ist überzeugt, dass sich Projekte wie das Anlegen von naturnahen Firmenarealen „positiv auf das gesamte Betriebsklima auswirken. Es schweißt noch mehr zusammen, wenn Unternehmer und Beschäftigte zusätzlich zur üblichen Geschäftstätigkeit auch gemeinsam für die Umwelt aktiv werden. Wo es ökonomisch und ökologisch gleichermaßen sinnvoll und möglich ist, kann es auch blühende Natur statt glühender Beton sein.“

Vieles mit wenig Aufwand verbessern

Ein naturnah gestaltetes Firmenareal unterscheidet sich funktionell nicht von einem „normalen“ Firmenareal: Der primäre Zweck des Geländes bleibt die wirtschaftliche Tätigkeit. Allerdings werden vorhandene Möglichkeiten, der Natur Raum auf dem Firmengelände zu geben, konsequent und gezielt genutzt. „Und das geht fast immer“, betont Franz Maier, Bereichsleiter Natur & Ressourcen in der Energie- und Umweltagentur NÖ. „Viele Maßnahmen, beispielsweise Wiese statt Rasen, Wildsträucherhecken statt grüner Mauern oder das Aufhängen von Nistkästen, können mit wenig Aufwand umgesetzt werden.“


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