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BEZIRK. Im „Bierviertel“ Waldviertel ernten in diesen Tagen mehr als 100 Landwirte auf 550 Hektar Fläche jene zweizeilige Sommergerste der Sorte „Zarasa“, welche zum Brauen von edlen Bieren verwendet wird. Seit vielen Jahren kooperiert die Privatbrauerei Zwettl hier mit der heimischen Erzeugergemeinschaft „Edelkorn“, zu der sich 450 Landwirte der Region bekennen.

V.l.: Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl mit Obmann Alfred Sturm von Edelkorn. Foto: Privatbrauerei Zwettl

Karl Schwarz, Brauerei-Chef und Inhaber des Waldviertler Vorzeigeunternehmens, erklärt stolz: „Es ist ein ganz besonderes Gefühl für den Brauer, den Grund, den Boden und die Bauern zu kennen, die unsere Braugerste anbauen und ernten!“ Was besonders wichtig ist, denn nur so bleibt die Authentizität der Zwettler Biere gewährleistet. Ein nachhaltiger Mehrwert, den die Zwettler Brauerei auch in Form eines vereinbarten „Waldviertelbonus“ an die Landwirte weitergibt. Aus der Partnerschaft mit der Vereinigung „Edelkorn“ erhält die Privatbrauerei Zwettl im aktuellen Erntejahr 1300 Tonnen Braumalz. Dies entspricht einer Braugerstenmenge von 1625 Tonnen. „Die entscheidenden Voraussetzungen für die Verarbeitung von guter Braugerste sind ein hoher Anteil an Stärke, wenig Eiweiß und eine gute Keimfähigkeit“, so Schwarz zum Qualitätsanspruch.

Waldviertler Reizklima perfekt für Braugerste

Ausgewählte Braugerstensorten fühlen sich auf dem Boden des Waldviertler Hochlandes und im etwas raueren Klima besonders wohl. Sie brauchen zwar etwas länger bis zur Reife als in etwas wärmeren Gegenden, quittieren dies aber mit schöner Kompaktheit und Qualität von außergewöhnlicher Güte. Im Rohzustand ist die Gerste zur Bierherstellung nicht tauglich. Man muss sie vermälzen, das heißt, die Körner werden zum Keimen gebracht und dann getrocknet. Das Malz – genauer gesagt die vom Braumeister gewählten Malzmischungen – bestimmen Farbe, Kraft und Geschmack des Bieres. Und weil man in der Privatbrauerei Zwettl regionstypische Biere braut, wird der überwiegende Teil der Braugerste aus dem Waldviertel bezogen. Die Lagerung und Qualitätssicherung übernehmen die Raiffeisen-Lagerhäuser, das Mälzen findet in der Stadlauer Malzfabrik statt.


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