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OTTENSTEIN. „Brrrrrrrr“ - eine dicke Eisschicht, vier Grad kaltes Wasser und eine Außentemperatur im Minusbereich – nicht gerade einladende Bedingungen für einen Tauchgang, meint man zumindest. Für die EVN aber ideal, um wichtige Arbeiten an der Staumauer des Kraftwerks Ottenstein zu erledigen.

EVN Projektleiter Ernst Bieber braucht für Arbeiten am Wasserkraftwerk Ottenstein die Unterstützung von insgesamt neun Tauchern. Foto: EVN/Plutsch

Dabei ging es um die Erweiterung des sogenannten „Grundablasses“. „Das ist eine wichtige sicherheitstechnische Einrichtung, die ein jederzeitiges Ablassen des Wassers aus dem Speicherbecken ermöglicht“, erklärt EVN Projektleiter Ernst Bieber. „Der Winter ist ein idealer Zeitpunkt für diese Arbeiten, da der Wasserspiegel um mehr als zehn Meter niedriger ist als im Sommer. Damit wird die Einsatztiefe für die Taucher verringert“.

36 Meter Tauchtiefe

Die erforderliche Tauchtiefe betrug immer noch beachtliche 36 Meter: „Man muss bei solchen Tauchgängen sehr diszipliniert vorgehen. In diesen Tiefen können wir maximal 15 Minuten unter Wasser arbeiten und müssen danach Dekompressionspausen beim Wiederaufstieg einplanen“, so Martin Lederbauer, der verantwortliche Profi-Taucher, dem weder die frostigen Temperaturen über noch jene unter Wasser etwas anhaben konnten.

Die spektakulären Arbeiten wurden gemeinsam mit den freiwilligen Feuerwehren von Spitz/Donau und Rastenfeld geplant und durchgeführt. Die EVN betreibt fünf Speicherkraftwerke. Drei davon befinden sich am Kamp, nämlich Ottenstein, Dobra-Krumau und Thurnberg-Wegscheid. Die Kraftwerke an der Kampkette wurden in den Jahren 1949-1957 erbaut und erzeugen derzeit elektrische Energie für rund 30.000 Haushalte.


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