Bei privater Unfallversicherung auf Preis und Leistung achten!

AK-Konsumentenberater Österreich AK-Konsumentenberater Österreich, Tips Redaktion, 24.06.2019 09:53 Uhr

Ein aktueller Test der Konsumentenschützer der AK OÖ zeigt, dass sich unterschiedliche Angebote von Versicherungsunternehmen sowohl bei den Prämien als auch bei den Versicherungsleistungen sehr stark unterscheiden. Holen Sie daher für eine maßgeschneiderte Unfallversicherung unbedingt mehrere Angebote ein und lassen Sie sich von einem erfahrenen Versicherungsexperten beraten.

Hauptleistung der privaten Unfallversicherung ist die Auszahlung eines Geldbetrages bei einer aufgrund eines Unfalls verbliebenen dauernden Invalidität. Damit können z.B. die Kosten erforderlicher Umbauten z.B. im Badezimmer oder der Einbau eines Liftes finanziert werden. Hier zeigen sich besonders große Differenzen. Der Grund dafür sind die Unterschiede in den Gliedertaxen, den Progressionen und den Abzügen für mitwirkende Vorerkrankungen.

In der Gliedertaxe werden für den Verlust von Gliedmaßen, Organen oder Sinnen Prozentsätze festgelegt, die als Basis für die Berechnung der Funktionseinschränkung herangezogen werden und dadurch die Höhe der Kapitalleistung festlegen. Viele Versicherungen orientieren sich dabei an den Musterbedingungen des Versicherungsverbandes. Manche Versicherer bieten auch erhöhte und speziell auf bestimmte Berufsgruppen zugeschnittene Gliedertaxen (z.B. für Handwerker, Gesundheitsberufe, etc.).

Bei den aktuell üblichen Progressionstarifen steigt die Leistung ab einem gewissen Prozentsatz besonders stark an. Dieser Anstieg beginnt im Vergleich meist bei 26 Prozent Invalidität. Wie rasch die Leistungen dann weiter ansteigen, ist auch sehr unterschiedlich geregelt. Aufschluss darüber gibt die Progressionstabelle, aus der Sie für jeden Invaliditätsgrad die konkrete Leistung ablesen können.

Lagen vor einem Unfall bereits krankheitsbedingte Abnützungen vor, die das Ausmaß der Invalidität beeinflusst haben und die über die altersgemäße Abnützung hinausgehen, führt dies zu einem Leistungsabzug. Dieser Abzug spielt gerade in der Praxis eine große Rolle. Viele Versicherungen berücksichtigen Vorerkrankungen ab einer Mitwirkung von 25 Prozent. Es gibt aber auch Versicherungen, die schon ab 1 oder erst ab 50 Prozent Mitwirkung abziehen.

Den Vergleich und weitere Infos finden Sie auf ooe.konsumentenschutz.at

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen

Anti-Gelsenmittel

Die Temperaturen steigen und damit auch die Anzahl der Gelsen. Zahlreiche Mittel versprechen den lästigen Viechern den Garaus zu machen. Aber wie verträglich sind diese Repellents für uns ...

Versicherung für grob fährlässig verursachte Schäden empfehlenswert!

In der Schadensversicherung, zu der die Haushalts- und Eigenheimversicherung zählen, ist gesetzlich geregelt, dass der Versicherer von der Leistung frei ist, wenn der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall ...

Wertpapiere statt Sparbuch?

Da die Zinsen auf dem Sparbuch niedrig sind, überlegen viele Anleger/-innen – häufig auch auf Anraten ihrer Berater/-innen – in Investmentfonds oder fondsgebundene Lebensversicherungen ...

Leasing oder Kredit zur Autofinanzierung?

Leasing hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. So ist etwa jeder dritte Neuwagen in Österreich über Leasing finanziert. Für Verbraucher ist das Finanzierungsleasing mit ...

Das Geschäft mit den Kundendaten

Programme zur Kundenbindung gibt es in Österreich schon länger. Payback startete vor einem Jahr und mit dem jö Bonus Club geht der Trend zu unternehmensübergreifenden Karten weiter. ...

Neue Regeln fürs Telefonieren in der EU

Seit 2017 kostet Telefonieren, SMS schreiben und Internetsurfen mit dem Handy im EU-Ausland grundsätzlich genau so viel wie zuhause. Nun sagt die EU auch den hohen Kosten bei Auslandstelefonaten den ...

Gerichtsurteil gegen Sky: Zahlreiche Gesetzesverstöße

In dem von der Arbeiterkammer Oberösterreich veranlassten Gerichtsverfahren gegen die Sky Österreich Fernsehen GmbH hat nun in zweiter Instanz das Oberlandesgericht Wien (OLG Wien) 24 der 29 ...

Unseriöse Möbelpackern aus dem Internet

Möbelpacker aus dem Internet sind immer öfter Anlass für Beschwerden bei den AK-Konsumentenschützern. Die Möbelpacker locken anfangs mit sehr preisgünstigen Angeboten. Am ...