Der Keller als wertvoller Wohnraum

Eine Innenabdichtung ist zum Schutz vor Feuchtigkeit notwendig. Foto: wall-systems.com
Eine Innenabdichtung ist zum Schutz vor Feuchtigkeit notwendig. Foto: wall-systems.com
Redaktion Linz Redaktion Linz, Tips Redaktion, 14.06.2017 06:23 Uhr

Wohnraum wird immer knapper. Dabei bieten gerade ältere Häuser noch viel ungenutztes Potenzial. Doch viele Keller sind, häufig auch durch allmähliches Durchdringen von Feuchtigkeit, alles andere als wohnlich.

Vielfältige Möglichkeiten

Dabei kann man Kellerräume prima nutzen: als Partykeller, Fitnessraum, Sauna, Arbeits- oder Gästezimmer. Vorausgesetzt, sie sind trocken und warm. Ein sorgsam aufeinander abgestimmtes Abdichtungssystem deckt mit insgesamt fünf Komponenten das ganze Spektrum möglicher Ursachen für eindringende Feuchtigkeit ab. So können sich muffige Keller zügig und ohne aufwändige Bauarbeiten in wertvollen Wohnraum verwandeln. Schätzungsweise 60 Prozent der Keller älterer Gebäude haben ein Feuchtigkeitsproblem. Schuld sind meistens fehlende oder marode Abdichtungen. Will man schwerwiegende Konsequenzen wie Mauerwerkschäden oder gesundheitsgefährdende Schimmelbildung vermeiden, muss man eingreifen. „Viele Besitzer älterer Häuser befürchten dann eine aufwändige Sanierung mit viel Lärm, Schmutz und Kosten. Dabei kann man in vielen Fällen durch einfache Maßnahmen für eine dauerhafte Abdichtung und Austrocknung der Wände sorgen“, weiß der Sanierungsspezialist Heiko Faltenbacher.

Maßnahmen setzen

Mit fünf Maßnahmen rückt er dem Problem zu Leibe: Injektionscreme, Spritzbewurf, Sperrputz, Dichtungsschlämme und Sanierputz. Damit geht es den drei Grundproblemen an den Kragen: wenn Feuchtigkeit von unten aus dem Erdreich ins Mauerwerk aufsteigt, wenn sie seitlich eindringt und wenn eine Außenabdichtung der erdberührten Seite nicht möglich ist. Aus dem Boden aufsteigendem Wasser schiebt eine nachträgliche horizontale Abdichtung rasch einen Riegel vor. Dabei wird eine Injektionscreme drucklos über Bohrkanäle ins Mauerwerk eingebracht. Sie verhindert den kapillaren Wassertransport. Bei seitlich eindringender Feuchtigkeit ist dagegen eine flexible Außenabdichtung ratsam. Hierbei sorgt die Dichtungsschlämme für eine zuverlässige Abdichtung. Ist allerdings eine Abdichtung der erdberührten Seite nicht möglich, bringt man eine Vertikalabdichtung an der Wandinnenseite an. Auch hier spielt die Dichtungsschlämme die Schlüsselrolle.

Geringer Aufwand

Was immer gilt: Ist der Wassereintritt gestoppt, müssen die Feuchteschäden saniert werden. Ein Fall für einen mineralischen Sanierputz. Er ist stark wasserdampfdurchlässig, wärmedämmend und weiß, so dass kein zusätzlicher Anstrich nötig ist. Mit seiner hohen Porosität verhindert er Salzausblühungen. Alle System-Komponenten sind einfach zu verarbeiten, ergiebig und der Materialbedarf ist leicht kalkulierbar. So lässt sich das Problem feuchte Mauern in vielen Fällen mit vergleichsweise geringem Aufwand und wirtschaftlich in den Griff bekommen.

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