Immobilienkauf ohne böses Erwachen - Warum ein Gutachter herangezogen werden sollte

Evelyn Kasis   Anzeige, 02.08.2019 09:35 Uhr

Beim Kauf einer Immobilie müssen viele Fragen geklärt werden. Das Objekt soll den Vorstellungen hinsichtlich des Zustandes, dem Preis und der Lage entsprechen und nach dem Kauf dürfen keine unvorhergesehenen Probleme auftreten. Um ein böses Erwachen beim Immobilienkauf zu vermeiden, ist ein Gutachter notwendig.

Immobilienkauf: Fragen, die häufig übersehen werden

Bei der Besichtigung einer Immobilie können die Interessenten sich ein erstes Bild von dem Objekt machen. Ins Detail geht der erste Rundgang allerdings nicht, da meistens mehrere Interessenten zugegen sind und viele Punkte abzuhandeln sind. Mögliche Makel an der Immobilie können dadurch leicht übersehen werden. Zum Beispiel kann ein Schädlingsbefall vorliegen, ohne dass dies optischen Einfluss auf das Haus oder die Wohnung hat. Auch Feuchtigkeitsschäden, verkalkte Wasserrohre oder Defekte an der elektrischen Anlage lassen sich bei der Besichtigung nicht ohne weiteres feststellen. Ein Immobiliengutachter widmet sich den Detailfragen eingehend und stellt sicher, dass etwaige Mängel offengelegt werden.

Das macht der Immobiliengutachter

Professionelle Gutachter, wie sie bei der Immobilienbewertung Chemnitz zu finden sind, unterstützen beim Hauskauf oder Verkauf. Beim Kauf einer Immobilie übernimmt der Fachmann die Prüfung des Objekts auf Herz und Nieren. Er holt alle wichtigen Informationen zum Objekt ein, besichtigt mehrmals und notiert sämtliche Auffälligkeiten. Dadurch kann er dem Kunden ein genaues Bild von dem Objekt bieten. Bei der Besichtigung einer Immobilie kann der Gutachter dank seiner Fachkenntnis bereits auf den ersten Blick mögliche Makel erkennen. Nicht immer werden alle Immobiliendetails in der Stellenausschreibung genannt. Vor allem Schimmel oder Nässefolgeschäden werden oft verschwiegen, da sie zunächst nicht zu erkennen sind. Der Gutachter stellt sicher, dass der Kaufinteressent einen guten Überblick über alle Details hat.

Ein Gutachter begutachtet die Immobilie bis ins Detail

Ein Gutachter verschafft sich einen Überblick über das gesamte Haus. Neben dem Grundstück berücksichtigt er auch rechtliche Aspekte. Zur Bewertung gehören Fassade, Dach, Kellerräume, Heizungsanlagen und elektrische Leitungen. Der Sachverständige kontrolliert außerdem auf Schädlings- oder Pilzbefall und prüft die Qualität des Grundwassers. Umweltfaktoren wie Geruchs- oder Lärmbelästigung werden ebenfalls miteinbezogen. Bei älteren Gebäuden liegt womöglich ein Denkmalschutz vor, über den die Interessenten eingehend informiert sein müssen. Soll ein Gebäude erworben werden, das jahrelang ungenutzt war, ist ein Sachverständiger ebenfalls sinnvoll. Der Fachmann hilft, halbfertige oder im Ausbau befindliche Häuser einzuschätzen. Zudem kann er den Interessenten dabei unterstützen, geleistete und noch ausstehende Handwerkerarbeiten zu taxieren, oder dritte Personen haben Rechte an der Immobilie und die Situation muss entsprechend abgeklärt werden, bevor ein Kauf möglich ist.

Gutachter auch aus rechtlichen Gründen sinnvoll

Wenn gerichtliche Auseinandersetzungen vorliegen, ist ein Gutachten Pflicht. Ein Gutachten von einem offiziellen Immobiliensachverständigen hat Bestand vor Gericht, sollte es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen. Außerdem übernimmt der Immobilienmakler die Dokumentierung des Verkehrswerts der Immobilie für das Finanzamt. Das erspart dem Käufer später einen Behördengang und gibt natürlich eine Orientierung bezüglich des Werts der Immobilie. Der Immobiliengutachter verfügt über eine Ausbildung als Sachverständiger und schätzt den Wert einer Immobilie ein. Ein guter Sachverständiger verfügt bereits über viel Praxiserfahrung und ist dank regelmäßiger Fortbildungen im Immobilienrecht auf dem neuesten Stand. Am wichtigsten ist allerdings, dass der Gutachter das Gebäude objektiv bewertet und ein detailliertes Gutachten erstellt, welches keine Fragen offenlässt.

 

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