„Welches Format ist das richtige für meine Musik?“
 

„Welches Format ist das richtige für meine Musik?“

Evelyn Kasis   Anzeige, 29.01.2019 11:38 Uhr

Heutzutage wird der größte Anteil der Musik digital gehört. Entweder hört man seine Lieblingssongs direkt über diverse Streamingdienste an oder es werden die Dateien auf das eigene Handy bzw. Notebook gezogen. Oftmals kommt es gerade bei dem zweiten Fall vor, dass verschiedene Musikformate dabei verwendet werden, die alle ihre eigenen Vor- und Nachteile besitzen.

Denn jegliche Musik und Töne lassen sich auf den Geräten in zahlreichen unterschiedlichen Formaten abspeichern. Genau genommen handelt es sich dabei um Audioformate, die alle eine andere Klangqualität bieten und unterschiedlich viel Speicherplatz verbrauchen. Daher erfährt man im Folgenden, wann welches Audioformat zum Einsatz kommen sollte.

MP3 ist allseits bekannt

Jeder, der wohl schon einmal etwas mit digitaler Musik zu tun hatte, wird das MP3-Format kennen. Sogar der MP-3 Player ist seiner Zeit nach diesem Format benannt worden. Nicht ohne Grund ist MP3 das meist verbreitetste Musikformat auf der Welt. Es handelt sich um ein verlustbehaftetes Format, welches sozusagen die für Menschen unhörbaren Töne wegschneidet, um die Größe der restlichen Datei zu sinken. Das bedeutet, dass man als Normalsterblicher keinen Unterschied in der Qualität hört, die Datei jedoch um bis zu 90 Prozent kleiner geworden ist.

WAV ist ein Windows eigenes Format

Bei WAV handelt es sich um ein Containerformat von Windows, welches die Musik unkomprimiert abspeichert. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sehr viel Speicherplatz benötigt wird, um alle Songs, Hörspiele etc. auf seien Geräten abzuspeichern. Daher empfiehlt sich dieses Format gerade bei großen Musiksammlungen nicht.

Man kann aber mit einem speziellen Programm seine WAV Dateien innerhalb von wenigen Minuten in MP3 umwandeln und somit problemlos auf all seinen Geräten speichern und abspielen. Die Software ist kostenlos und lässt sich ohne jegliches Vorwissen bedienen – siehe hier.

ALAC ist das Musikformat von Apple

Dieses Format kann auch als „.m4a“ oder „.m4p“ abgespeichert sein und ist das vorherrschende Musikformat im iTunes Store. Bei dem ALAC-Format passiert die Kompression verlustfrei, was dafür sorgt, dass die End-Datei eine sehr hohe Audioqualität besitzt, jedoch auch verhältnismäßig viel Speicherplatz benötigt wird. Zudem sind Dateien, welche auf „.m4p“ enden, mit einigen Kopierschutzmaßnahmen ausgestattet, weshalb dieses Format öfters zu kommerziellen Zwecken verwendet wird.

Freie Formate, wie FLAC oder Ogg-Vorbis

Ein alternatives Audioformat stellt Ogg-Vorbis dar. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus der eigentlichen Technik der Musikkomprimierung „Vorbis“ und dem Container „.ogg“. Vorteil dieses Formates liegt unter anderem darin, dass weniger Speicherplatz verbraucht wird, als bei MP3-Dateien und zugleich die Qualität oftmals noch besser ist. Das große Problem ist jedoch, dass das Format nur einen sehr geringen Bekanntheitsgrad besitzt und daher auch nur wenige Geräte dieses Format überhaupt abspielen können.

Bei FLAC liegt der Vorteil an einer anderen Stelle. Hier hält nämlich kein Großkonzern im Hintergrund die Fäden in der Hand. So gibt es hier keinen Kopierschutz auf jegliche Dateien. Zudem bietet das Format eine ähnliche Qualität und einen ebenfalls geringen Verbrauch an Speicherplatz. Doch auch bei diesem Format kann es schnell zu Problemen in der Kompatibilität mit vielen Geräten kommen.

MP3 gibt das beste Gesamtbild ab

Es sollte deutlich geworden sein, dass MP3 bereits seit Jahren und auch noch heute das beste Audioformat ist, welches man verwenden kann. Gerade im privaten Gebrauch sind die Vorteile enorm und kein anderes Format kann dort das Wasser reichen. Dafür noch einmal eine Übersicht, über die wichtigsten Aspekte zum MP3-Format:

  1. Hohe Qualität
  2. Geringer Verbrauch an Speicherplatz
  3. Kompatibel mit praktisch jedem Gerät
  4. Hoher Bekanntheitsgrad
Artikel weiterempfehlen:

+ Jetzt verfassen

Kommentar verfassen





Wir trauern