Was tun gegen Schulstress?

Sylvia Huber Sylvia Huber, Tips Jugendredaktion, 03.08.2018 10:13 Uhr

Bald ist es wieder soweit, die Sommerferien enden und das neue Schuljahr beginnt. Ein Wiedersehen mit unseren Freunden, Exkursionen und Albernheiten in den Pausen. Aber die Schüler werden auch mit neuem Lernstoff konfrontiert, mit unzähligen Tests zugehäuft und müssen Nachmittage mit Pauken verbringen. Stress ist dabei vorprogrammiert und es ist wichtig, sich davon nicht überwältigen zu lassen.

Die Gründe für Schulstress sind vielfältig. Zum einen stehen nach einem anstrengenden Schultag oft noch Hausaufgaben, Lernen und Schulprojekte auf dem Plan, die die Freizeit stark einschränken. Oft setzt man sich auch selbst unter Stress, indem sich viele Schüler zu hohe Ziele setzen.

Sich selbst übertreffen und Bestleistungen erbringen ist für zahlreiche Jugendliche wichtiger geworden, als nur durchzukommen. Auch Eltern können viel zu hohe Erwartungen setzen und merken nicht, wie sehr sie ihre Kinder dadurch stressen. Diese trauen sich dann nicht, sich dagegen zu Wehr zu setzen und ihre Eltern zu enttäuschen. Ein weiterer Grund sind zukünftige Arbeitgeber, weiterführende Schulen und Universitäten, die bestimmte Noten von den Schülern erwarten.

 

Schulstress darf nicht unterschätzt werden, da er einige Folgen nach sich ziehen kann. Es können körperliche Beschwerden, wie Magen- und Darmschmerzen auftreten, so eine Psychologin der Telefonberatung Rat auf Draht. Oft haben gestresste Schüler auch Angst und wollen nicht mehr zur Schule gehen. Das wirkt sich auch auf den Schlaf aus und die Kinder und Jugendlichen entwickeln Schlafstörungen. Weiters ist es nicht selten, dass die Schüler, trotz der genauen Vorbereitung, während der Prüfungen so nervös werden, dass sie sich nicht konzentrieren können.

 

Tipps gegen Schulstress

Genug Schlaf

Zu wenig Schlaf setzt gestressten Kindern und Jugendlichen noch mehr zu, sodass die zu erledigenden Aufgaben noch überwältigender werden. Die optimale Schlafdauer beträgt sieben bis acht Stunden und sollte eingehalten werden, um die nötige Leistungsfähigkeit zu gewährleisten.

 

Richtige Einteilung

Bei den unzähligen Tests, Schularbeiten, Referaten und Projekten ist es wichtig, den Überblick zu behalten und sich rechtzeitig darauf vorzubereiten, so die Psychologin. Um den Stress bereits im Vorhinein zu vermindern, sollten die Arbeiten genau geplant und gleichmäßig verteilt werden.

 

Mit jemandem reden

Sollte man überfordert sein, hilft es oft, mit einer vertrauten Person zu reden. Das können Eltern, Geschwister oder Freunde sein. Sollten die Eltern ein Grund für den Schulstress sein, muss unbedingt mit ihnen über ihre Erwartungen und die daraus entstehenden Auswirkungen gesprochen werden.

 

Frische Luft

Oft hilft es auch schon, einen kurzen Spaziergang in der Natur zu machen oder das Fenster zu öffnen. Frische Luft macht wach, wirkt anregend und kurbelt die Konzentrationsfähigkeit an.

 

Pausen

Während des Lernens sollten immer wieder Pausen eingelegt werden. Hierbei ist es wichtig, sich zu bewegen und sich nicht vor Handy, Computer und Co zu setzen, empfiehlt die Rat auf Draht-Telefonberaterin, da durch Bewegung Stress vermindert wird.

 

Realistische Eigenerwartungen

Viele Jugendliche setzten sich oft selbst unter Druck, daher ist es wichtig, sich über ihre Gründe und Ambitionen im Klaren zu werden. Es kann sein, dass Ziele viel zu hoch gesetzt und übertriebene  Anforderungen an einen selbst gestellt werden.

 

Nicht zu viele Termine in der Freizeit

Neben den Arbeiten in der Schule können noch etliche Aktivitäten in der Freizeit dazukommen. Man sollte seine Termine hinterfragen und diejenigen, die nicht nötig sind, vermeiden.

 

Gesunde Ernährung

Da der Schulstress einige Zeit in Anspruch nimmt, bleibt oft keine Zeit mehr, sich selbst etwas zu kochen und es wird schnell zu Fertigprodukten gegriffen. Dabei ist es wichtig, sich gesund zu ernähren und viel zu trinken, um so die nötige Energie zu haben.

 

Entspannungsübungen

Es gibt viele Entspannungstechniken, die sich leicht in den Tag integrieren lassen und die eine Verschnaufpause schaffen. Auch Meditationen helfen, runterzukommen und sich zu beruhigen.

 

Zeit für sich nehmen

Da die Schule einen großen Teil der Freizeit einnimmt, ist es wichtig, noch Zeit für sich selbst zu finden. Egal ob Lesen, Fernsehen, Sport oder Freunde treffen, täglich sollte man darauf achten, seine Hobbies nicht zu kurz kommen zu lassen.

 

Hilfe und mehr Informationen auf https://www.rataufdraht.at/ 

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