Das Sondermodell des Skoda Fabia ist vielleicht kein waschechter Sportwagen, ein Spaßmacher wie es von der Sorte nur noch selten gibt aber allemal.

Anlass für das Sondermodell ist das 130-jährige Markenjubiläum. Damit ist die Zahl bei der Namensgebung auch schon geklärt, zusätzlich steht sie noch für die Leistung des Fabia. Die gute Nachricht daran: Damit das alles auch schön Sinn ergibt und stimmig wirkt, reden wir von kW. Für eine Angabe in PS ist Skoda noch 47 Jahre zu jung, ergo dessen haben wir es mit einem 177 PS starken Kleinwagen zu tun.
Verantwortlich dafür ist der eh allseits bekannte 1.5 TSI Turbo-Benziner, dem aber nach klassischer Machart etwas auf die Sprünge geholfen wird. Also nix Software, an der Hardware wurde Hand angelegt, zu lesen ist von optimiertem Ansaugkrümmer und Schwingungsdämpfer. Nebst Leistung hat sich das auch auf das Drehmoment ausgewirkt, die maximal möglichen 250 Newtonmeter stehen von 1.500 bis 4.000 Umdrehungen zur Verfügung. Anders gesagt: Sehr lang.
No na hat der Antrieb mit dem kleinen Fabia seinen Heidenspaß, gilt es doch nur gerade zu lächerliche 1.274 Kilogramm zu bewegen. Nach 7,4 Sekunden fällt die 100 km/h-Grenze, bei 228 km/h ist Schluss. Lässige Zahlen, die aber das ganzheitliche Erlebnis nicht vollständig wiedergeben können. Seine kompakten Abmessungen lassen einen gefühlt jedes km/h spüren, akustische Zurückhaltung ist sowieso ein Fremdwort, während besonders im Sportmodus jeder Arbeitsschritt des 7-Gang-DSG ebenfalls Teil der Erlebniswelt ist.
Keine elektrischen Spielerein, nur pure fossile Antriebskraft. Fehlt nur noch der Wunderbaum Duftnote „Benzin“. Von uns aus dürfte der Fabia auch gerne das Kürzel „RS“ tragen, er macht ja auch optisch keinen Hehl aus seinem Tatendrang. Ohne ins pubertäre abzudriften, machen eigens designte Spoilerlippe, markanter Heckspoiler, schwarze Doppelendrohre, 18 Zoll große LIBRA-Felgen, rote Bremssättel, eigene „130“-Embleme und 15 Millimeter Tieferlegung mächtig Eindruck.
Der im Interieur nicht wirklich nachlässt. Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und silberne Dekoreinlagen mit matten Oberflächen erfreuen das Auge, während die Hände ihre Finger nicht vom Sportlederlenkrad lassen können. Komfort kommt auch vor, abseits von Sitz- und Lenkradheizung sollte man sich aber nicht zu viel erwarten Wobei die wunderbar einfache Bedienung in dem Kontext nicht unterschätzt werden darf. Der Jüngste ist der Fabia ja nicht mehr, analoge Klimasteuerung und klassische Lenkradtasten sind aber bei Gott kein Nachteil.
Eher ein Muss, angesichts der hohen Kurvenkompetenz. Lässt man den Top-Fabia von der Leine, geht es ordentlich zur Sache. Wieselflink und kurvengierig begeistert der Skoda als echter Kurvenräuber, trotz fehlendem Allrad bleibt er stets auf der sicheren Seite und gut beherrschbar. Das Sportfahrwerk ist von der knackigeren Sorte, hat aber Anstand genug, nicht jeden Kieselstein an die Bandscheiben weiter zu reichen. Passt so.
Der Skoda Fabia 130 startet bei 36.970,00 EUR. Viel Geld, weil er aber auf der Top-Ausstattung „Monte Carlo“ basiert und alle sportlich relevanten Features sowieso fix dabei sind, ist das in der Form voll in Ordnung.
.
Echt lässig: Alleine das es ihn gibt ist schon lässig.
Echt stressig: Haben es weitaus stärke Modelle beim Anschluss halten.
Echt fett: Ein Sommer wie damals.
Echt schade: Wie allein auf weiter Flur er steht.
.
Daten Skoda Fabia 130
Motor: 4-Zylinder Turbo-Benziner
Leistung: 177 PS
Testverbrauch: 6,6 Liter
Vmax: 228 km/h
0 auf 100 km/h: 7,4 Sek
Preis Testwagen ab EUR 36.970,00










Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden