Buch über die Nadelburg & Freizeittipp Nadelburgmuseum

Robert Bachtrögl, Leserartikel, 04.10.2021 14:06 Uhr

Das Nadelburg Buch:
Buch „Die Nadelburg - Ein Denkmal vom Beginn des Industriezeitalters“. Kultur- und Industriegeschichte eines einzigartigen Fabriksmodells. Ein umfangreiches und informatives Werk über die „k.k.priv. Nadelburger Messing- und Metallwarenfabrik“ mit hochwertigem Prachteinband.
 
ISBN: 978-3-200-07622-8
1. Auflage 2009, 225 Seiten
2. erweiterte Auflage 2021, 320 Seiten.
Erhältlich ist das Nadelburg Buch im Museum und in gut geführten Buchläden.

Das Nadelburg Buch, ein umfangreiches und höchst informatives Werk über die Geschichte der Nadelburger Industrien startet mit der zweiten Auflage. Die Beschaffung bisher unentdeckter Dokumente im Laufe der letzten Jahre über die Lichtenwörther „k.k.priv. Nadelburger Messing- und Metallwarenfabrik“ führte zu einer erweiterten, zweiten Auflage des Buches. Auf über 300 Seiten liest man von der Geschichte eines einzigartigen Fabriksmodells, welches zu Zeiten Maria Theresias entstand. Bei der Gestaltung des Buches gab man sich erdenklich viel Mühe, was dem Leser nicht zuletzt durch den aufwendig gestalteten Prachteinband auffällt.

Das im niederösterreichischen Lichtenwörth befindliche Nadelburgmuseum befasst sich mit der Geschichte der Nadelburger Großindustrie. Im Museum selbst hat man die inzwischen 13 Museumsräume und im Museumshof auf über 500 m³ Ausstellungsfläche viel zu erkunden. Angefangen von alten Plänen und Fotografien bis hin zu Produkten der ehemaligen Fabrik, in der über 800 verschiedene Gegenstände gefertigt wurden. Erste Produkte waren Nähnadeln, aber auch Alltagsgegenstände wie Mörser, Bügeleisen oder Seifendosen. Museumsleiter Bachtrögl führt Besucher mit einer interessanten Geschichte und viel Hintergrundwissen durch die verschiedenen Räume oder gegen Voranmeldung auch gerne mit einem sehenswerten Rundgang durch das Areal.

Robert Bachtrögl hierzu: „Die Geschichte der Nadelburg ist unglaublich umfangreich und faszinierend, die wesentlichsten Aspekte dieser Geschichte sind kompakt in der 2. Auflage zusammengefasst. Im Nadelburgmuseum selbst gibt es aber natürlich vieles zu lesen oder zu sehen, was nicht im Buche steht oder abgebildet ist. Beispielsweise finden sich im Museumsgebäude unzählige Ausstellungsgegenstände und Fotografien rund um den Ort oder auch von Arbeitern der Fabrik sowie Bilddokumentation denkmalgeschützter Bauwerke, um nur einige Beispiele zu nennen. Das und vieles andere hat seinen Platz im Museum oder auch im Museumsarchiv, die Sammlung selbst wird kontinuierlich erweitert. Bereits mein Großvater und Museumsgründer Franz Gehrer sammelte schon Jahrzehnte vor der Museumseröffnung im Jahr 1984. Als ich mich nach dem Tode meines Großvaters 1997 in seinem Museumsraum umsah, war mir klar, dass man hier vieles aus- und umbauen muss. Damals gab es nur einen einzigen Raum, dem Feuchtigkeit bereits zusetzte, die handbeschrifteten Notizen an Opas Bildern begannen zu verbleichen. Ich nahm mich dem an um sein Lebenswerk zu erhalten und restaurierte bestehendes Inventar, danach begann auch bei mir die Sammelleidenschaft. Als Kind hatte ich in diesem Haus bei meinen Großeltern und bei meiner Tante Mitzi eine schöne Zeit. Wenn ich als kleiner Junge etwa um 1985 dort zu Besuch war, kam es mir eher vor wie 1885, dies wurde mir erst viel später bewusst. Die meisten Räume im Winkelhaus wurden nur minimal modernisiert, knarrende Böden und Gewölbe blieben erhalten. So adaptierte ich die einstigen Wohnungen im Gebäude und Raum für Raum wurde zur Museumsfläche, bewahrte dabei aber stets das Erhaltenswerte. Ich denke, es ist gelungen, einen Teil dieser Vergangenheit zu konservieren, das sieht und spürt man in den Räumen.“

Im Jahr 1831 wurde die Nadelburg wie folgt beschrieben: „Das Ganze hat überhaupt ein imposantes Ansehen und erregt bei den Fremden die Neugierde es zu besehen, wo auch die ganze Einrichtung dieser großen Fabrik nicht nur den Kunstsinn des gegenwärtigen Herrn Besitzers verrät, sondern auch die Überzeugung gewährt, wie außerordentlich Industrie- und Fabrikszweige auf die höchste Stufe der Kultur in Österreich gebracht worden sind.“

Die Nadelburg gilt als die Wiege der Industrialisierung in Österreich. Das Buch ist ein weiterer wichtiger Schritt um den Bekanntheitsgrad Nadelburg, die nach wie vor als Geheimtipp gilt, weiter zu steigern.

www.nadelburgmuseum.at

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