Viechtauer Kripperlroas

Online  Redaktion Tips Redaktion Online Redaktion, 16.03.2017 09:56 Uhr

Längst vorbei sind die Zeiten, als in der Viechtau Werkzeug, Hausrat und Spielzeug vor-nehmlich aus Holz gefertigt wurden. Im Heimathaus Rabenwies oder beim traditionellen Krippenschaun wird man noch heute an die ruhmreiche „Viechtauer Handwerkskunst“ zurückerinnert.

von MICHAEL WASNER

 

Ursprünglich hieß das Gebiet zwischen Traun- und Attersee im Tal der Aurach „Viechtau“, als aber während der Regierung Kaiserin Maria Theresias dort eine Kirche gebaut wurde und rundum ein Dorf entstand, kam hiefür der heutige Name Neukirchen auf. Der 3,5 km lange Themenweg „Die Viechtau und ihre Menschen“ gibt mit seinen 8 Stationen nicht nur Einblick in die Ortschronik, sondern auch zum Krippenschaun bis 2. Feber.

 

Die ersten 2 Stationen am Parkplatz sind der Ortsgeschichte und der Pfarrkirche mit ihrer alten Weihnachtskrippe gewidmet. Im Seitengasserl (Fahrverbot) vor zum Kapellenweg und links einbiegen. Beim Abstecher über den Kreuzweg (3) hinauf zur Kalvarienbergkapelle (4) wird der Errichter der Kreuzwegstationen, der heimische Künstler und Bildhauer Sepp Moser (1925 – 1985), vorgestellt. Wieder zurück am Kapellenweg wartet das Heimathaus Rabenwies (5) zur Besichtigung. In diesem 800 Jahre alten, typischen Viechtauer Einhaus fühlt man sich in vergangene Zeiten versetzt und spürt die ehemals bescheidenen Lebensbedingungen.

 

Die ausgestellten Krippen sind samstags von 14 bis 16.30 Uhr zu besichtigen. Für Gruppen auch jederzeit gegen tel. Anmeldung bei Herrn Kustos Johann Gaigg 0699-12794838.

Mit Blickrichtung Traunstein folgen wir dem Kapellenweg zur Einmündung in die Buchbergstraße und diese hinab zur Landesstraße, wo sich Schautafel 6 mit der Landwirtschaft von einst und jetzt auseinandersetzt. Gegenüber, auf Viechtau 1, wohnt Fam. Harringer mit einem Extraraum für die Gschwandhäusl- Krippe (außer Mittwoch täglich von 9 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr zu besichtigen, Gruppen bitte tel. anmelden 07618/8487). Bei dieser Landschaftskrippe könnte man Stunden verweilen, um jede einzelne Figur oder Figurengruppe zu studieren. Die meisten sind beweglich. Sowohl die Krippenlandschaft als auch die Figuren stammen aus der Hand von Großvater Wolfgang, der noch mit 103 Jahren an seinem Lebenswerk herumbastelte, welches die typischen Bewegungsabläufe sämtlicher einst in der Viechtau ausgeübten Berufe faszinierend darstellt. Und inmitten der Stall mit dem sich wiegenden Jesukind.

 

Am Gehsteig der Landesstraße geht“s zurück in den Ort und rechts in den Sepp-Moser-Weg Nr. 4, wo der Krippenbaumeister Harald Zaunmair zu Hause ist. Ein Gartenhaus dient als Herberge für eine Vielzahl unterschiedlicher Krippen, die jederzeit gegen tel. Voranmeldung 0681-20912583 zu besichtigen sind. Die Nähe zur Kirche verleitet nun zu einem vorzeitigen Abbruch. Doch der Themenweg zieht noch eine kleine Schleife zum Güterweg Grasberg, wo bei Station 7 der schöne Ausblick auf Neukirchen mit dem Höllengebirge als Kulisse für den kurzen Anstieg entschädigt. Vor der nächsten Kapelle leitet die hier leicht zu übersehende Beschilderung (am Holzgeländer) steil links abwärts (Rutschgefahr) zur „Holztrift“, als 8. und letzten Station. Der Redlweg führt vorbei am Haus Nr. 8 (Kastenkrippe beim Garagentor) aufwärts bis vor den Friedhof, ehe ein Fußweg zum Kirchenparkplatz hinüberleitet. 

 

 

GEHZEIT: 1 ¼ h

ANSTIEGE: 113 m

WEGBESCHAFFENHEIT:

Gehsteige und verkehrsarme Straßen

EINKEHRGELEGENHEIT:

Gasthof Kirchenwirt

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