Wandergenuss am Almfluss

Online  Redaktion Tips Redaktion Online Redaktion, 07.07.2017 10:00 Uhr

Über die A 1 schnell und bequem erreichbar, präsentieren sich die Almauen um Vorchdorf gerade jetzt zur Schneerosenblüte von ihrer schönsten Seite und verlocken zu einem ausgedehnten Streifzug durch die Marktgemeinde. Auf der linken Flussseite ist der neue Almufer-Genussweg weisend, jenseits der von der örtlichen Landjugend betreute Wanderweg Nr. 4.

An der Ortstafel in der Schulstraße beim Friedhof befinden sich die gelben Schilder des Almuferweges, denen wir uns vorerst Richtung Bad Wimsbach entlang der Steininger Straße anvertrauen. Gleich beim ersten Seitenstraßerl rechts weg zum Sportplatz und hinein in den von Schneerosen geschmückten Auwald. Knapp vor der Alm dreht der Weg nach links. Parallel zum Fluss, der nun einen größeren Bogen um die Grünauermühle macht, erreichen wir wieder die Steininger Straße und folgen dem Gehsteig hinab zur Almbrücke (Autobahn-Infostand), während sich der markierte Almuferweg beim nächsten Seitenstraßerl nach Bad Wimsbach verabschiedet.

Gleich nach der Almbrücke (links Parkgelegenheit), unterhalb der Autobahn, wird rechts in den Uferweg eingeschwenkt. Dahinter eine gelbe Wanderwegtafel der örtlichen Landjugend, die besagt, dass nun Alm aufwärts 6,6 km zurückzulegen sind. Der Weg wird zum Pfad. Von Schneerosen erblüht zeigen sich die Abhänge der Steinwandleiten, durch die sich das Steiglein sanft aufwärts zur Hochfläche (Vorsicht mit Kindern!) windet. Auf der Brunnmühlstraße geht“s wieder leicht bergab und durch die Siedlungshäuser der Fischböckau hinaus zur Pettenbacherstraße, welche nach 300 Metern zum Theuerwanger Forst wieder verlassen wird. Die restlichen 3,9 Kilometer führen nun völlig eben durch das von Joggern geschätzte Waldgebiet ans südliche Forstende beim Försterhaus und am fischreichen Mühlbach entlang nach Eggenstein (schöner Sgraffitohof), wo der Landjugendweg endet und nahtlos in den von Pettenbach kommenden Almuferweg übergeht. Dieser wechselt an der Wiesenbrücke das Almufer. Eine Streckentafel zeigt den Wegverlauf nach Vorchdorf (5,3 Kilometer). Auf einem kurzen Straßenstück wird das am Fluss liegende, eingezäunte Gelände der ehemaligen Rittmühle umgangen.

Nach einer weiteren Streckentafel mit Tipps und Infos aus der Region geht es wieder ans Almufer, wo eine Almwellen- Liege zum Rasten einlädt. Ab der Seyrkermühle führt ein Güterweg aus dem Augebiet, dann ein kurzer, steiler Pfad durch die Hangleiten hinauf zur Einsiedlingerstraße, die aber schon nach wenigen Metern wieder verlassen wird. Am Waldrand und entlang eines Wildgeheges wird nun etwas abseits der Alm die Brauerei Schloss Eggenberg mit Info-Stand und „Probieromat“ angesteuert. Auch in den nahen Gasthöfen Pesendorfer und Hinterreitner ist der traditionsreiche Gerstensaft zu verköstigen. Von Letzterem leiten die Wegschilder mitten durch eine Fabrikshalle. Und für den Almfluss springt stellvertretend die Dürre Laudach ein, die uns vorbei am Genuss-Rastplatz Ascherwinkel ins Vorchdorfer Marktzentrum leitet. Den Schlossplatz prägen Schloss Hochhaus mit Gasthaus und Heimatmuseum und Pfarrkirche, ein um 1700 durchgehend barockisierter Bau aus der Spätgotik. Rechts an der Kirche vorbei führen Kapellenweg und Schulstraße zurück zum Parkplatz.

 

von MICHAEL WASNER

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