Donausteig durch den Steyregger Wald

Online  Redaktion Tips Redaktion Online Redaktion, 16.03.2017 11:40 Uhr

Streifzüge am Pfenningberg, verbunden mit einer Einkehr beim Daxleitner, gehören schon seit jeher zu den Standardausflügen der Linzer. Die vom Steyregger Stadtzentrum ausgehende, gut beschilderte Donaurunde verführt zu einer Nostalgiewanderung durch den Steyregger Wald, die auch im Winter problemlos zu bewältigen ist.

von MICHAEL WASNER

Am Parkplatz befindet sich eine Donausteig-Infotafel mit einer Donausage, daneben zwei gelbe Wegtafeln mit je einer grünen und einer blauen Pfeilspitze. „Blau“ weist die gesamte Donausteig-Strecke von Passau bis Grein, während „Grün“ für die schönsten Rundwege in den jeweiligen Donaugemeinden wegweisend ist. Für die 8,6 Kilometer lange Steyregger Runde leitet grün an den Tennisplätzen vorbei zur Kirchengasse und durch diese zur Stadtpfarrkirche St. Stephan, deren gotische Passionsfresken ein kulturhistorischer Schatz sind. Mit der Bahn Anreisende, könnten hier in den Rundweg einsteigen.

„Im Weih“ erfolgt der Anstieg nach Obernbergen, wo ein größeres Haus an den einstigen Gastwirt Hüttenbauer erinnert. Nach der folgenden Wiesenkuppe wird erstmals der Ausblick auf Linz frei, der im weiteren Wegverlauf immer umfangreicher wird. Vom jenseitigen Donauufer glitzern die Wasser des Handels- und Tankhafens und nach der Steyregger Brücke zieht sich der Werkshafen der VÖEST-Alpine weit in das von Schloten, Hochöfen und Fertigungshallen dominierte Betriebsgelände des Stahlgiganten hinein. Ein ungewohnter Anblick auf die pulsierende Industriestadt, der schon Oskar Kokoschka zum Malen inspirierte. Nach einer Wegkapelle und dem Achleitnerhof – heute Tierarztpraxis – tauchen wir für kurze Zeit in den Abhängen der Donauleiten unter, ehe ein Grabeneinschnitt zum Stoettnergut (436 Meter – 70 Minuten) hinausleitet und wir in den vorbeiführenden Güterweg rechts einschwenken. Zur Donaurunde gesellen sich nun auch die von Linz kommende blaue Pfeilmarkierung des Donausteiges sowie der AV-Weg Nummer 50 dazu. 

Noch ein letzter weiter Ausblick über Linz, dann im Linksbogen hinein in den Steyregger Wald zur Abzweigung in den Finstergraben (503 Meter – 1,5 Stunden). Die grüne Donaurunde führt nun in einer schwachen Stunde durch diesen romantischen Bachgraben hinab in die Stadt.

Die blaue Schildspitze verleitet jedoch, noch weiter am Donausteig und dem AV-Weg 50 zu bleiben. Bei den nächsten Wegschildern befindet sich auch ein Holzschild mit dem Hinweis „Zum Gipfel“. Es lohnt, diesem gut ausgetretenen Waldanstieg zu folgen. Nach etwa zwölf Minuten gelangen wir auf einen Sattel. Auch hier ein Holzschild: „3 Buchen“. Links davon (Holzschild) die kleine Gipfelkuppe des Pfenningberges, die sich in wenigen Minuten besteigen lässt (616 Meter – 2 Stunden). 

Hinter dem Gipfelkreuz beschränkte Aussicht auf Plesching, Dornach und Treffling. Wieder zurück im Sattel folgen wir dem Wegweiser in wenigen Minuten zu den 3 Buchen, wo, einige Meter rechts vom Hauptweg, leider nur noch eine Alte, aber dafür schon mehrere Junge und ein Kreuz mit Bankerl die sagenumwobene Waldandacht zieren. Folgt man dem ausgetretenen Seitenpfad nun geradeaus weiter, so gelangt man sanft über den Kamm absteigend, zuletzt auf steilem Waldweg, wieder auf den markierten Donausteig und in wenigen Minuten, vorbei am Donaurastplatz „Mühlviertelblick“, zur verdienten Einkehr im Ausflugsgasthaus Daxleitner (519 Meter – 2 ¾ Stunden, Mo + Di gesperrt).

Auf stillen Waldwegen, unterbrochen von einem kurzen Straßenstück, steigen wir entlang des AV-Weges 52 in einer Stunde zum Stadtplatz ab und spazieren durch die enge Fischergasse zurück zum Parkplatz.

 

 

GEHZEIT: 3 ¾ Std., für Donaurunde 2 ½ Std.

ANSTIEGE: 400 bzw. 270 Meter

WEGBESCHAFFENHEIT: Straßen, Güter- und Forstwege, gut ausgetretene Pfade

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