Übers Friedenskreuz in den Teufelsgraben

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 04.02.2019 11:08 Uhr

HOFAMT PRIEL: Die am Ausgang des Strudengaus an der linken Donauseite gelegene 2000-Seelen-Gemeinde Hofamt Priel wird dominiert vom Bergzug des Ostrongs, dessen Südausläufer bis knapp ans Donauufer heranreicht und nur wenig Platz für Besiedlungen übrig lässt. Umso mehr kommen dafür die Wanderer auf ihre Kosten. Mit einem Mix der schönsten Wegrouten lassen sich vom „Hochamt“ – die Bezeichnung sagt, dass man dem Habsburgerschloss Persenbeug unterstand – viele nette Eindrücke abgewinnen. von Michael WASNER

Wir beginnen mit dem Kneippweg und folgen der Beschilderung ins liebliche Tal des Teichbaches, wo sich neben den Kneippstellen auch besondere Steine zum Krafttanken befinden. Aus dem Talgrund führt ein Pfad hinauf in die Wagenleiten zu einem der ältesten Bauernhöfe mit Panoramablick über das Donautal. Dahinter wird auf die rot-weiß-rote Markierung des Weitwanderweges 08 übergewechselt und über Wiesen zum Friedenskreuz aufgestiegen(437 m – ¾ Std.).

Ein 12 m hohes Mahnmal gegen den Krieg, von dem sich eine noch viel umfangreichere Aussicht (Neustadtler Platte, Ybbstaler Voralpen, Ötscher) bietet. Gemeinsam mit der Kreuzwegroute Nr. 24 spazieren wir am Güterweg hinaus zur B36 und steigen durch Buschwerk zum nächsten Güterweg Eben auf, dem wir durch kornblumengeschmückte Getreidefelder bis an den Waldrand zu einer Wegteilung folgen.

Hier endet auch der Asphalt (520m – 1 ½ Std.). Wir verlassen nun die markierten Routen und folgender rechten Gabelung an einer Waldhütte und zwei Hochständen vorbei weiter sanft ansteigend in den Wald, wobei nach Süden hin immer wieder schöne Ausblicke frei werden. Nach 20 Minuten absoluter Waldeinsamkeit queren wir den Oberlauf des Teichbaches und erreichen beim Haus Jaschke eine Querstraße, der wir links in den Wald zur nächsten Gabelung folgen.

Rechts am Schranken vorbei zu einer Hütte auf Rädern, genannt Hotel Waldesruh (588 m), hinter der wir rechts wieder auf die markierte Kreuzwegroute 24 überwechseln. Durch den „RotenKessel“ (benannt nach einem blutigen Gemetzel 1809, bei dem 18 plündernde Franzosen ihr Leben verloren) geht es nun gemütlich abwärts zum Geländeeinschnitt des Teufelsbaches. Nach der Überquerung leitet die Markierung rechts von der Forststraße weg in den gleichnamigen Graben. Ein romantisches, völlig Natur belassenes Wegstück, bespickt mit kleinen Hindernissen. Erst bei der Einmündung des Lojabacherls verleiht uns eine Forststraße wiederein zügiges Vorankommen und Tiefblicke in den Steinbruch. Beim „Teufelspflaster“, einem am linken Straßenrand stehenden Naturdenkmal, werden wir mit dem Fußabdruck des Teufels konfrontiert.

Dann lichtet sich der Wald und wir können vom Naturfreunderastplatz den schönen Ausblick über die Gottsdorfer Donauscheibe genießen, ehe wir an Schloss Rothenhof vorbei im gleichnamigen Ort eintreffen. An der Ortskreuzung schließen wir uns kurz dem Persenbeuger Rundweg 1 an, durchstreifen die Weiler Katz und Reit und spazieren gleich nachdem Fitnessstudio auf der Straße abwärts zum Fürholzteich und auf 24 zurück ins Gemeindecenter von Hofamt Priel.

 

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