Winterwege um den Sonnwendkogel

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 25.01.2019 09:27 Uhr

WINDISCHGARSTEN. Klimatisch begünstigt und von hohen Bergen umgeben präsentiert sich das an der Pyhrnbahn gelegene Garstnertal meist von seiner sonnigen Seite. Herzstück ist der 1964 zum Luftkurort erhobene Markt Windischgarsten, der sich auch in schneereichen Wintern auf gut geräumten Straßen und gespurten Spazierwegen problemlos erwandern lässt. von MICHAEL WASNER

Wir beginnen mit einem Marktbummel und folgen der Ortseinfahrt West in die Linzerstraße. Pkw-Fahrer finden links bei den Sportanlagen gratis Parkgelegenheit. Hier ist auch Einstieg in das 60 km lange Loipennetz der Langläufer. Nach  200 m rechts über die Weidachbrücke den Dambach überqueren zur Dambachstraße und vis-a-vis dem Rechtsknick der Schlosserstraße (beim „Gamswirt“) folgend zur Gleinkerseestraße, die wir am Schutzweg überqueren.

Rechts eine Haltestellenhütte, unter der sich Ruinen der römischen Straßenstation Gabromagus verbergen, linker Hand die Hauptschule Römerfeld, an deren Rückseite entlang ein Spazierweg zur Kinostraße und weiter zur 1463 erbauten Pfarrkirche führt.

Sie beherbergt Kunstschätze aus mehreren Epochen: einen gotischen Chor, einen barocken Hochaltar, Seitenaltäre aus dem Rokoko und Glasfenster aus der Moderne. Rundum die Kirche lädt der mit kunstvollen Gusseisenkreuzen ausgestattete Psalmengang zum Schauen und Meditieren.

Durch das nördlich angrenzende Rathaus gelangt man auf den kleinen Marktplatz mit mariengeschmücktem Steinbrunnen und netten, mit Emailtafeln versehenen Bürgerhäusern, die nun auch die nördlich auslaufende Hauptstraße, vorbei an den Gasthöfen „Rössl“und „Goldene Sonne“, flankieren.

Vor dem Tourismusbüro (Gratispläne besorgen) befinden sich Wanderwegschilder sowie eine Übersichtstafel der Laufwege. Diese sollten wir gleich einmal studieren, da von nun an die roten Richtungspfeile der Villa-Sonnwend-Runde „W5“ für uns wegweisend sind.

Durch die Fischergasse zur Dambachbrücke und jenseits die Svetlinstraße entlang zum Salzabach, den ein geräumter Spazierweg Bach aufwärts zum Spregausweg begleitet. Dort auf der kaum befahrenen Salzastraße weiter den Bach entlang durch die Ortschaft Mayerwinkl, vorbei an der denkmalgeschützten Villa Sonnwend (im Jugendstil erbautes Haus, das 2001 vom Nationalpark erworben und seither als Seminarhotel geführt wird) zum Pferdegestüt Mayr im Holz mit schöner Hauskapelle.

Gleich dahinter könnte– wenn es die Schneelage erlaubt– auf ungeräumtem Forstweg zum Sonnwendkogel (695 m – ¼ Std.,geschnitztes Kruzifix) aufgestiegen werden, dessen Gipfelbankerl einen herrlichen Blick auf Windischgarsten gewährt. Der Forstweg führt in weiteren 20 Minuten am Kamm westwärts zum Hof Gschwandt, wo man am Straßerl abwärts zum Rumplmayr wieder in die Sonnwendrunde einsteigen kann.

Diese bleibt jedoch im Talbereich und dreht an der Rückseite des Kogels in das idyllische Veichltal, wo kurz vor km 3,6 das vereiste Naturdenkmal „Tannergutlacke“ seiner Entdeckung harrt. Danach geht„s langsam bergab zum Talausgang.

Bei km 5 gelangen wir zur Straße und die Markierungspfeile folgen links dem Güterweg Rettenbach in die Ortschaft Rading. Beim Haus Nr.82 links aufwärts die Obstbaumzeile entlang zur geschützten Linde im Hof Rumplmayr und hinaus zur Querstraße. Hier verlassen wir den zur Villa zurückführenden “R5„und folgen der Straße mit herrlichen Ausblicken auf Kalvarienberg und die Haller Mauern bergab bis die Langlaufloipen queren. Paralle ldazu verläuft ein bestens gespurter Spazierweg, der uns zu den Sportanlagen zurück leitet. 

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