Auf den Buchberg

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 25.02.2019 11:31 Uhr

KEFERMARKT. Man muss nicht unbedingt hoch hinaus und es bedarf auch keiner alpinen Ausrüstung zum Gipfelglück: Der auf Lasberger Gemeindegebiet gelegene, 813 Meter hohe Buchberg ist ein sagenumwobener Waldmugel, der sich vom Bahnhof Kefermarkt aus auf dem Naturfreundeweg 170 in 1 ½ Stunden leicht erobern lässt. Warme Bekleidung, gutes Schuhwerk, Stöcke, Gamaschen und Eiskrallen genügen, um den winterlichen Tücken gerecht zu werden. von MICHAEL WASNER

Vom Bahnhof vor zum Bahnübergang und dort der rot-weiß-roten Markierung des 170ers folgend, in einer halben Stunde durch das Ortszentrum von Kefermarkt (Pfarrkirche mit weltberühmtem Flügelaltar und Fresken in der Zelkinggruft, davor Pranger und Marktschwert) aufwärts zum sehenswerten Schloss Weinberg (1305 erstmals urkundlich erwähnt, Braugasthof montags gesperrt), welches sich weithin sichtbar auf einer Anhöhe überdem Feldaisttal erhebt.

Ein liebliches Bachtal

Vor dem oberen Parkplatz führt der Naturfreundeweg gemeinsam mit K 31 durch ein liebliches Bachtal hinüber nach Grieb. Am Güterweg durch den ländlichen Weiler und links weg über einen Wiesenhang aufwärts zum Waldrand, wo ein meist ausgetretener Steig durch den Bergwald zum Buchberg- Vorgipfel (795 Meter– eine Stunde vom Schloss) zieht. Im Volksmund wird er „Hoh`Haus“ oder Burgberg genannt. Ein Mythos schwebt über den Felsen. Sie sind mit Legenden behaftet. Im Mittelalter dürfte hier eine Fliehburg aus Holz gestanden sein, deren Entstehung in einer von Fuchtelmännern bewachten Grube, links am Felsenfuß, nachzulesen ist. Der Ansturm auf das Gipfelkreuz ist kurz und steil und wird von behauenen Steinstufen erleichtert. Von den frei liegenden Schalensteinen öffnet sich ein Prachtblick auf das Feistritztal und den Markt Lasberg.

Gemütliche Einkehr

Der eigentliche Gipfel des Buchberges (813 Meter) liegt etwas östlich und bietet urtümliche Waldromantik. Hier trennt sich der Naturfreundeweg 170 und folgt rechts dem La 8 nach Elz. Auf steilem Pfad geht es durch den Mischwald abwärts zum Gehöft Schweighart. Dort die Zufahrt hinaus zum Güterweg und gleich wieder links über die Wiese leichtaufwärts ins nächste Waldstück (am Waldsaum roter Markierungspfeil), durch das man nun genüsslich zum Güterweg nach Elz (668 Meter – eine Stunde vom Hoh`Haus) hinüberspaziert. Seit 1990 nimmt der Ort am landesweiten Projekt „Dorfentwicklung“ teil und wurde seither mehrmals ausgezeichnet. Die „Elzer Stubn“bietet hier ab 1. März die Möglichkeit zur gemütlichen Einkehr. Ein 5-Minuten-Abstecher zum Informationsstand bei den Pechölsteinen ist jedenfalls lohnend. 

Hübsch herausgeputzt

Besonders hübsch herausgeputzt präsentiert sich auch der kleine Dorfplatz mit der von wertvollen Altarfiguren ausgestatteten Kapelle, über den man den dreiviertelstündigen Rückweg antritt. Nach dem von Fresken gezierten „Halterhäusl“ wird links in den Wiesenweg eingeschwenkt und geleitet von Symboltafeln des Burgen-und Schlösserweges leicht ansteigend führt der Weg durch Wald zur Einmündung in den Bierlehrpfad. Seine rechte Weggabel führt über den aussichtsreichen „Vogeltenn“ zum Schloss Weinberg, die linke mündet unterhalb, nahe dem Marktplatz.

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