Arcus-Künstler geben den alten Fahnen der Gartenschau eine neue Bestimmung
AIGEN-SCHLÄGL. Die Landesgartenschau mag zwar schon lange vorüber sein, vieles bleibt aber bestehen. Wie etwa die Fahnen, die in der Oase Werkstatt kreativ umgestaltet wurden.

Während einige der ausgedienten Werbefahnen für den Bio.Garten.Eden von Ulrichsberger Damen bereits in Faschingskostüme verwandelt wurden, bekamen jetzt auch die restlichen 20 Fahnen und Vorhänge eine neue Bestimmung: In einer Kooperationsarbeit der beiden Arcus-Einrichtungen Oase Werkstatt Haslach und der Ameisberg Werkstatt Sarleinsbach sind Badetaschen, Rucksäcke und Tischläufer entstanden. Die Produktion erfolgte kostenlos. Damit haben sich die Arcus-Mitarbeiter in den Dienst der guten Sache gestellt, denn der gesamte Verkaufserlös geht an die demenzfreundliche Region Rohrbach. Erhältlich sind die kreativen Stücke im Shop der Stiftsbrauerei Schlägl, in der Stiftspforte sowie in der Oase Werkstatt.
Demenzfreundliches Projekt
„Das Herz wird nicht dement“ heißt dieses Projekt, mit dem erneut das Demenzthema aufgegriffen wird. Denn anlässlich der Landesgartenschau im Vorjahr ist bereits der „Garten der Erinnerung“ für Demenz-Patienten beim Klinikum Rohrbach entstanden.
Dankbar für diese Initiative ist Bezirkshauptfrau und SHV-Obfrau Wilbirg Mitterlehner: „Ich schätze das Gemeinschaftsprojekt für den demenzfreundlichen Bezirk Rohrbach im Sinne der Nachhaltigkeit unserer Landesgartenschau ganz besonders. Die Strahlkraft unserer sehr gelungenen Gartenschau findet somit ihre Fortsetzung und dient der Bevölkerung unseres Bezirkes. Mein herzlicher Dank gilt der Geschäftsführerin Barbara Kneidinger und Arcus sowie der Stiftsbrauerei Schlägl für die Umsetzung.“
Was blieb vom Bio.Garten.Eden
Neben diesem kreativen Upcycling bleiben auch 95 Prozent des Geländes mit dem Wegenetz rund um das Stift Schlägl, die Bioschule und die Schlägler Terrassen bis mindestens 2024 bestehen. „Das Gelände ist offen und begehbar und auf mehr als 4.000 m2 werden weiterhin Blumen blühen“, verrät LGS-Geschäftsführerin Barbara Kneidinger. Neu entsteht zudem der Beziehungsweg, der Paare einlädt, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und an sieben Stationen Impulse und Anregungen für die Beziehung zu holen. „Als erste Landesgartenschau mit Bio-Zertifikat im landwirtschaftlichen Bereich ist es gelungen, nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich zu überzeugen. Diesen Weg gehen wir weiter“, sagt Kneidinger, die „den Schwung der Landesgartenschau auch für künftige Veranstaltungen mitnehmen möchte.“ Und hier wären für heuer einige geplant gewesen – vom Generationenfest mit Familienpicknick, Führungen durch den Schöpfungsgarten bis zu Workshops im Gemeinschafts- und Permakulturgarten. Dort haben übrigens die Gartenaktivitäten unter Einhaltungen der aktuellen Bestimmungen begonnen. Alle weiteren Aktivitäten werden auf 2021 verschoben.


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