Tödlicher Kajakunfall auf der Koppentraun
BAD GOISERN. In der Koppentraun im steirisch-oberösterreichischen Grenzgebiet ist am Sonntag, 9. Juni, ein 38-jähriger Kajakfahrer gekentert und ertrunken.

Um die Mittagszeit wurde die Polizei telefonisch verständigt, dass im Bereich der Koppentraun eine Person nach einem Kajakunfall Hilfe benötige. Die Beamten trafen um 12:28 Uhr zeitgleich mit einem praktischen Arzt aus Hallstatt beim Anzeiger ein. Die Zufahrt mit einem Pkw war allerdings nicht möglich, deswegen mussten 800 Meter zu Fuß über einen Schotterweg zurückgelegt werden. Wenige Minuten später traf die Crew vom Notarzthubschrauber „Christophorus 14“ nach kurzem Suchflug ein.
Beim Eintreffen waren mehrere Personen am Radweg oberhalb des Verunglückten zugegen. Am schwer zugänglichen Flussufer im Gestrüpp reanimierte eine Gruppe Kajakfahrer den Verunglückten. Die Erhebungen ergaben, dass eine aus acht Personen bestehende Gruppe aus Polen nach Österreich zum Kajakfahren reiste. Am 9. Juni gegen 11 Uhr sind die acht mit ihren Kajaks in Bad Aussee beim Bahnhof in die Koppentraun eingestiegen. Vorerst lief alles ohne Probleme. Im Bereich einer schwierigen Stelle im Wildwasser, vermutlich auf Höhe der Jausenstation, sei ein 38-jähriger Pole gekentert.
Er habe sein Kajak verlassen können und trieb im Wildwasser. Auf Grund des heftigen Wildwassers verlor er schließlich das Bewusstsein. Vermutlich gut einen Kilometer trieb der Mann im Wildwasser flussabwärts, ehe ihn einer seiner Freunde ans Ufer ziehen konnte, wo sofort mit der Reanimation begonnen wurde, die allerdings erfolglos verlief. Der Notarzt stellte um 13.36 Uhr den Tod des 38-Jährigen fest.


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