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BAD ISCHL.  Geboren in Deutschland, gearbeitet in Russland, aber verschlagen nach Bad Ischl: Johannes Jungbluth ist Herzblut-Gastronom und fühlt sich in der Kaiserstadt pudelwohl.

Johannes Jungbluth ist mit Leib und Seele Bad Ischler. Foto: Thomas Leitner
Johannes Jungbluth ist mit Leib und Seele Bad Ischler. Foto: Thomas Leitner

Exakt vor zehn Jahren kam Johannes Jungbluth nach Bad Ischl. Kennen tut er das Salzkammergut aber schon länger. Viele Jahre kam er immer wieder mit seinen Eltern auf Sommerfrische in die Region und lernte diese zu lieben. Sein früherer Job verlangte dem gelernten Bäcker, Konditor und Koch einiges ab und so entschloss sich der heute 56-Jährige, etwas Neues zu machen. Zur Auswahl standen Deutschland, Russland oder eben das Salzkammergut, für welches sich Jungbluth dann auch entschied.

Ischler haben Konzept entschieden

Für ihn persönlich war es die richtige Entscheidung. „Ich fühle mich wohl und den Ischlern gefällt mein Konzept ja auch“, schwärmt der Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen. „Angefangen habe ich im Lokal mit österreichischen Spezialitäten, Snacks und feinsten Mehlspeisen. Vieles ist mir übergeblieben“, erzählt Jungbluth und ergänzt, „traditionelle Küche gibt es ohnehin genug. Ich habe dann testweise eine Thailänderin kochen lassen und die Ischler haben entschieden – seitdem gibt“s bei mir frische Thai-Küche.“

Jeden Freitag frisches Brot

Aber nicht nur die ist beliebt: Jeden Freitag gibt's im schmucken Lokal selbstgebackenes Brot und frische Mehlspeisen, aber nur bis Mittag – dann sind die Vitrinen leer gekauft. Außerdem hat Jungbluth eine tolle Ini­tiative für Hilfsbedürftige aus Bad Ischl ins Leben gerufen, bei der man Speisen oder Getränke im Voraus kaufen kann und die später an bei ihm „anklopfende Bedürftige“ weitergegeben werden. „Wenn am Ende des Jahres was übrig bleibt, lade ich meist eine regionale Organisation zum Essen bei mir ins Lokal ein“, sagt der Gastro-Profi.


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