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Inn Kurzfilmfestival: "Mit meinem Projekt möchte ich Menschen eine Freude bereiten"

Julia Winkler, 16.08.2016 10:37

BRAUNAU. Am 23. und 24. September wird die Stadt Braunau der Schauplatz für das erste internationale Inn Kurzfilmfestival. Hinter der Organisation steckt NGoma MBodji. Er möchte die Stadt Braunau als Treffpunkt für junge Filmemacher etablieren. Im Interview erzählt er über sein Projekt.

NGoma MBodji organisiert das erste Inn Kurzfilmfestival in Braunau.
NGoma MBodji organisiert das erste Inn Kurzfilmfestival in Braunau.

Tips: Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Kurzfilmfestival in Braunau zu organisieren?

NGoma MBodji: Alles fing schon 2002 an. Damals habe ich am Ammersee gewohnt und dort gibt es schon ein Kurzfilmfestival. Mit ein paar Freunden aus der Filmschule München habe ich einen Film gedreht und damit waren wir für das Festival nominiert. Ab da habe ich selbst über ein Filmfestival nachgedacht. Und vor vier Jahren war es dann soweit und ich habe damit angefangen, mein Projekt aufzubauen, weil es in Oberösterreich kaum solche Festivals gibt.

Tips: Was möchtest du mit dem Festival erreichen?

NGoma: Ich möchte jungen Filmemachern aus jedem Bereich die Chance geben, ihre Filme einem interessierten Publikum zu zeigen. Ein Ziel ist, dass sich Braunau als Treffpunkt für die Filmemacher etabliert. Mit dem Festival kommt auch Internationalität in die Region – für Braunau als Weltkulturstadt.

Tips: Wie viele Filme wurden denn für das Festival eingereicht und aus welchen Ländern?

NGoma: Es hat heuer über 100 Einreichungen gegeben. Es sind viele internationale Filme dabei, die auf weltweit bekannten Festivals gelaufen sind und auch schon Preise gewonnen haben. Etwa in Amerika, Dubai, Japan, Neuseeland oder Russland. Die Filmemacher, die ihre Filme in Braunau präsentieren, kommen von verschiedenen Film-Hochschulen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Tips: Was gibt es am 23. und 24. September beim Kurzfilmfestival in Braunau zu sehen?

NGoma: Das erste Kurzfilmfestival im Veranstaltungszentrum Braunau zeigt 15 Geschichten über die Realität unseres Alltags und über Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt. Sieben der nominierten Filme feiern in Braunau Österreichpremiere. Das ist wirklich eine große Ehre für mich und macht mich stolz.

Tips: Wie wird das Festival an den zwei Tagen ablaufen?

NGoma: Am Freitag, 23. September wird um 19 Uhr gestartet. Gezeigt werden alle nominierten Filme. Geplant sind drei Blöcke mit Pause. Am Samstag findet der Preisverleihungsabend, ebenfalls ab 19 Uhr, statt. Vorher werden die Siegerfilme noch einmal gezeigt. An beiden Tagen gibt es zur Eröffnung einen Film zu sehen, davon ist einer außer Konkurrenz. Am Samstag ist dies der Kurzfilm „Alles wird gut“ vom Regisseur Patrick Vollrath. Der Film war heuer für einen Oscar nominiert.

Außerdem gibt es am Samstag die Möglichkeit, ab 16 Uhr den Regisseur Dave Lojek persönlich zu treffen. Er hat über 100 Kurzfilme gedreht und sitzt beim Festival auch in der Jury. Interessierte Besucher können an diesem Tag mit ihm ins Gespräch kommen.

Tips: Wer ist noch Teil der Jury?

NGoma: Neben dem Regisseur Dave Lojek werden der Kameramann Kaspar Kaven und die Journalistin Barbara Danter die Filme bewerten.

Tips: Du hast wahnsinnig viel für dieses Projekt gearbeitet. Was bedeutet es für dich?

NGoma: Wenn ich etwas anfange, gibt es kein Zurück mehr. Der Preis für meine Arbeit ist dann hoffentlich Erfolg. Ich nehme gerne viele schlaflose Nächte in Kauf, um das zu bekommen, was ich haben möchte. Ich bin gerne und viel in Braunau in Sachen Kunst und Kultur engagiert. Auch, um die Stadt ein bisschen mehr nach außen zu öffnen. Ich möchte es mit meinen Projekten schaffen, die Menschen zu begeistern und ihnen eine Freude zu bereiten. Das ist ein großer Segen


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