Ausbaupläne bei AMAG: Bürgerinitiative mit Parteienstellung im UVP-Verfahren

Alexander Kobler Alexander Kobler, Tips Redaktion, 23.09.2019 11:40 Uhr

BRAUNAU-RANSHOFEN. Der Ranshofener Aluminiumkonzern AMAG plant, wie berichtet, eine Erweiterung seiner Gießerei- und Schmelzanlage. Gegen diese Expansionspläne hat sich die neue Bürgerinitiative „Gesunde Zukunft“ gebildet, die im UVP-Verfahren nun eine Parteienstellung erreicht hat.

Gegen den geplanten Ausbau in der Gießerei- und Schmelzanlage des Ranshofener Aluminiumherstellers hat sich eine neue Bürgerinitiative gebildet. Die „Gesunde Zukunft“, wie sich die besorgten Ranshofener Bewohner selbst nennen, hat nun im laufenden UVP-Verfahren durch eine Vielzahl an Unterschriften eine Parteienstellung erreicht. Über 800 Unterschriften sowie zusätzlich knapp 200 persönliche Einwendungen kamen laut der Sprecherin der Initiative, Angela Baumgartner, zusammen. „An die tausend Bürger haben ihre Sorge betreffend der Gefährdung von Gesundheit zum Ausdruck gebracht“, erklärt Baumgartner. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) des Landes für die Ausbaupläne der AMAG läuft bereits.

Durch Parteienstellung Teilnahme an Verhandlung möglich

Durch den Parteienstatus dürfen Vertreter der Bürgerinitiative bei der mündlichen Verhandlung mit dabei sein. Der Termin wird vorab in der Stadtgemeinde per Aushang bekanntgegeben. Baumgartner erhofft sich dadurch möglichst viele Mitstreiter beim Verhandlungstermin. Die Bürgerinitiative befürchtet durch den Ausbau der Kapazitäten bei der AMAG eine erhebliche Verkehrszunahme und damit einen erhöhten CO2-Ausstoß und Lärm durch die zusätzliche Anlieferung von Aluminium per LKW, eine zusätzliche Entnahme von großen Wassermengen für den Produktionsprozess aus den Grundwasserbeständen des Quellschutzgebietes im Lachforst sowie eine erhöhte Luftverschmutzung.

AMAG nimmt Bedenken der Bürger ernst

Von Seiten der AMAG nehme man die Bedenken der Bürger und Anwohner natürlich sehr ernst und versuche alles verträglich zur Umwelt zu gestalten, erklärt Unternehmenssprecher Leopold Pöcksteiner.

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