Vier Jahre Haft für ehemaligen Amtsleiter
INNVIERTEL. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs wurde ein ehemaliger Amtsleiter aus dem Innviertel zu vier Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, in Live-Chats zu sexuellen Handlungen an sehr jungen Mädchen aufgefordert und dafür bezahlt zu haben.

Der Angeklagte musste sich in Ried vor Gericht verantworten. Er wurde laut Staatsanwalt Franz Joseph Zimmer zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und zu folgenden Punkten schuldig gesprochen: Schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen als Bestimmungstäter, Vergehen der pornografischen Darstellung minderjähriger Personen, bildliche sexualbezogene Darstellung minderjähriger Personen, Vergehen der Anbahnung von Sexualkontakten zu Unmündigen und Vergehen der sittlichen Gefährdung von Personen unter 16 Jahren. Das Urteil ist rechtskräftig.
Als erschwerend wurde das Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen, der lange Tatzeitraum und die Zahl der Opfer gewertet. So begannen die Handlungen laut Zimmer bereits 2018.
Der Angeklagte zeigte sich geständig. Als mildernd wurden unter anderem sein umfassendes reumütiges Geständnis und seine bisherige Unbescholtenheit bewertet. Er unterzieht sich jetzt freiwillig einer Therapie.
Ende Jänner 2024 festgenommen
Der Beschuldigte war Ende Jänner 2024 festgenommen worden, nachdem US-amerikanische Behörden Ermittlungsergebnisse an das Landeskriminalamt Oberösterreich übermittelt hatten. Zahlreiche sichergestellte Datenträger legten den Verdacht nahe, dass er sich über einen Messenger-Dienst pornografische Darstellungen Minderjähriger beschafft hatte.
Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, in Live-Chats nicht nur Kontaktpersonen zu sexuellen Handlungen an sehr jungen Mädchen aufgefordert zu haben. Er habe auch Minderjährige direkt kontaktiert, zu sexuellen Handlungen an sich selbst angeleitet und zur Übermittlung von Fotos und Videos aufgefordert.


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