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BRAUNAU. Patienten mit Darmkrebs werden immer jünger, warnt Primaria Sigrid Kastl. Sie fordert daher eine Ausweitung der Darmkrebsvorsorge. Am 5. Juli findet zum Thema ein Informationstag im Krankenhaus St. Josef Braunau statt.

Darmkrebs ist in Österreich die dritthäufigste Krebstodesursache. Vor allem in westlichen Ländern tritt Darmkrebs wahrscheinlich bedingt durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel immer häufiger schon bei Personen jungen und mittleren Alters auf, weiß Sigrid Kastl, Vorstand der Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie im Krankenhaus St. Josef Braunau. Sie fordert daher, Vorsorgeuntersuchungen schon ab dem 45. Lebensjahr anzusetzen. Größere chirurgische Eingriffe könnten so verhindert werden.

Vorsorgeuntersuchungen zu wenig genutzt

Doch noch immer wird der überwiegende Teil aller Darmkrebserkrankungen erst in einem fortgeschrittenen Tumorstadion diagnostiziert, da nur ein geringer Teil der Bevölkerung bisher das Angebot der Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nimmt, bedauert August Harner, Abteilungsvorstand der Inneren Medizin 2. Dabei sei eine Darmspiegelung sanft, schmerzlos, weitgehend komplikationslos und decke mit größter Zuverlässigkeit die tückische Erkrankung auf.

Darmkrebsvorsorgetag

Um über dieses Thema aufzuklären, veranstaltet das Krankenhaus St. Josef Braunau am Donnerstag, 5. Juli, von 13.30 bis 17 Uhr einen Darmkrebsvorsorgetag. Hauptattraktion ist ein sechs Meter langes Darmmodell.


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