Zwei Drittel der gefundenen Hunde nicht gechippt oder registriert

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Theresa Senzenberger Theresa Senzenberger, Tips Redaktion, 06.08.2020 13:20 Uhr

MATTIGHOFEN/LOCHEN. Die meisten Hunde, die in der Tierschutzorganisation Pfotenhilfe aufgenommen werden, sind nicht gechippt oder registriert. Die Pfotenhilfe fordert daher eine bundesweite Infokampagne.

Ein entlaufener Hund aus Mattighofen hatte am Montagabend, 3. August, Glück. Nachdem er einen zwei Meter hohen Zaun überwunden hatte und kilometerweit bis zur Braunauer Bundesstraße in Mattighofen davongelaufen war, wurde er von Tierfreunden gestoppt und zum Tierschutzhof Pfotenhilfe in Lochen gebracht. Er war zwar gechippt, aber nicht auf den Halter registriert. Erst über eine Suche auf Facebook konnten die Besitzer gefunden werden.

Manch andere Vierbeiner haben kein solches Glück, denn ohne Registrierung ist es schwierig, die Tierhalter ausfindig zu machen. Dabei sei nur ein Drittel der gefundenen Hunde ordnungsgemäß gechippt und registriert, wie die Pfotenhilfe berichtet. Ein weiteres Drittes sei zwar gechippt, aber nicht in der amtlichen Heimtierdatenbank registriert.

Chip muss registriert sein

„Ein Chip, der nicht registriert ist, ist genauso sinnlos wie ein gar nicht gechippter Hund“, stellt Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler fest. „Sehr oft sagen uns - wie auch im aktuellen Fall - die Halter, dass sie dachten, dass mit der Anmeldung auf der Gemeinde alles erledigt sei und sie dort auch nicht darauf hingewiesen wurden, dass man den Chip online in der amtlichen Heimtierdatenbank registrieren muss, obwohl dies seit über zehn Jahren vorgeschrieben ist. Dabei ist das in nur wenigen Minuten erledigt und sollte sinnvollerweise von den Gemeinden kontrolliert und gleich erledigt werden.“

Infokampagne gefordert

Daher fordert die Pfotenhilfe eine bundesweite Informationskampagne des Tierschutzministeriums in Kooperation mit den zuständigen Ländern, Gemeinden und der Tierärztekammer. „Denn wenn die Betroffenen das Gesetz nicht kennen, an das sie sich halten müssen, verfehlen auch Strafdrohungen von im Wiederholungsfall bis zu 7.500 Euro ihre Wirkung“, gibt Stadler zu bedenken. Auf eine schon vor Jahren gestellte Anfrage zu dieser Problematik sei vom Ministerium keine Antwort gekommen. „Wir setzen daher große Hoffnung in Minister Rudolf Anschober, dass er jetzt auch gleich das Tierschutzressort neu aufstellt, um die Versäumnisse der Vergangenheit nachzuholen und Fehler zu korrigieren“, so Stadler.

 

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