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MATTIGHOFEN. Der KTM-Hersteller Pierer Mobility Group verzeichnet in seiner Halbjahresbilanz ein Minus von 9,6 Millionen Euro. Trotz Corona konnte das Unternehmen in manchen Märkten aber zulegen.

Aufgrund eines Lieferstopps kam es bei KTM zu einem Umsatzverlust. Foto: Tips
Aufgrund eines Lieferstopps kam es bei KTM zu einem Umsatzverlust. Foto: Tips

Auch an dem Mattighofner Motorrad- und Fahrradhersteller KTM ist die Corona-Krise nicht spurlos vorübergegangen. In der Halbjahresbilanz der Pierer Mobility Group ist beim Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 9,6 Millionen Euro vermerkt.

Lieferstopp von Zulieferern

Zurückzuführen ist das vor allem auf einen Lieferstopp von italienischen und spanischen Zulieferern während des Lockdowns. Dadurch musste auch die Produktion in Mattighofen von Mitte März bis Mitte Mai gestoppt werden. Der Betrieb beantragte für die rund 3.000 Mitarbeiter Kurzarbeit, die Ende Mai wieder beendet wurde.

Durch mehr Mitarbeiter und die Einführung von zusätzlichen Schichten soll der Produktionsausfall von 30.000 Einheiten bis Jahresende kompensiert werden. Bis auf weiteres seien derzeit keine Engpässe zu erwarten, heißt es von Unternehmensseite. Um künftig potenzielle Risiken früher zu erkennen, wurde die Lieferantenrisikobewertung neu überarbeitet und ein Vorwarnprogramm implementiert.

Mehr Neuzulassungen

Aufgrund des Corona-Lockdowns gab es auf dem indischen Markt starke Einbußen. Dafür stiegen sowohl in großen europäischen Märkten als auch im nordamerikanischen Markt die Neuzulassungen von KTM-Motorrädern. Im australischen und neuseeländischen Markt erhöhten sich die Zulassungen von KTM und Husquvarna sogar um 39,3 Prozent.

Insgesamt erzielte die Pierer Mobility Group einen Halbjahresumsatz von 600 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 754,9 Millionen Euro. Das operative Betriebsergebnis verringerte sich von 46,6 auf 1,7 Millionen Euro und blieb somit trotz Corona im positiven Bereich.

In der KTM-Gruppe konnte ein Umsatz von 530,2 Millionen Euro erreicht werden. Der Produktionsausfall führte zu einem Umsatzrückgang von 220 Millionen Euro.


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