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Das tut sich heuer auf den Straßen des Bezirks Braunau

Sabrina Antlinger, 30.03.2026 13:52

BEZIRK BRAUNAU. Auf die Verkehrsteilnehmer im Bezirk Braunau kommt im Sommer 2026 eine intensive Baustellensaison zu. Das Land Oberösterreich setzt eine Vielzahl an Sanierungs- und Ausbauprojekten um – mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Infrastruktur langfristig zu verbessern.

V.l.: Christian Dick (Leiter Abteilung Straßenneubau und -erhaltung), Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner und Stefan Dobler (Leiter Abteilung Brücken- und Tunnelbau) (Foto: Land OÖ/Kauder)

Der Schwerpunkt liegt in der Erhaltung des bestehenden Netzes, das zeigt sich auch im Budget: Für 2026 stehen rund 105 Millionen Euro zur Verfügung. Darin enthalten sind auch zwölf Millionen Euro Zusatzmittel. Beim Neubau bleibt das Budget auf Vorjahresniveau mit 56 Millionen Euro (55,3 Millionen im Jahr 2025).

„Mit rund 190 Projekten setzen wir 2026 ein klares Signal: Wir investieren stärker denn je in den Erhalt unserer Straßen, Brücken und Tunnel. Denn sichere Infrastruktur ist die Grundlage für Mobilität, Wirtschaft und Wohlstand in Oberösterreich“, so Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ). Rund 160 Projekte entfallen auf Straßenerhaltung und -neubau, dazu kommen etwa 30 größere Maßnahmen im Bereich Brücken- und Tunnelbau. Nicht enthalten sind zahlreiche kleinere Maßnahmen und Arbeiten der Straßen- und Brückenmeistereien.

Stand Umfahrungsprojekt

Das größte Neubauprojekt im Bezirk Braunau ist aktuell die Umfahrung Mattighofen-Munderfing (B147). Auch 2026 wird hier intensiv weitergebaut, inklusive temporärer Sperren und Umleitungen. Bis Ende 2027 entsteht hier eine leistungsfähige Umfahrungsstraße, die den Durchzugsverkehr aus dem Ortszentrum verlagert. Christian Dick, Leiter der Abteilung Straßenneubau und -erhaltung beim Land OÖ, freut sich über den Fortschritt, „weil wir wirklich lange dafür gekämpft haben. Wir haben 2015, vor über zehn Jahren, den ersten Abschnitt begonnen, jetzt kommt endlich das Kernstück. Die Umfahrung ist das am besten geprüfte Projekt. Wir haben alle Beschwerdeinstanzen gewonnen.“

Darüber hinaus werden entlang der B156 im Bereich St. Georgen am Fillmannsbach und Handenberg Fahrbahnen erneuert und verstärkt. Auch im Abschnitt Sandtal zwischen Handenberg und Neukirchen sind umfassende Instandsetzungsarbeiten geplant. In vielen Fällen sind dafür Totalsperren notwendig, Umleitungen werden eingerichtet.

Ebenfalls umfangreich fällt der Ausbau mehrerer Landesstraßen aus: In St. Johann am Walde wird die L1041 Kindstalstraße gegen Hangrutschungen gesichert sowie verbreitert und neu asphaltiert. In Hochburg-Ach wird die Barsberger Straße grundlegend erneuert – inklusive Unterbau, Entwässerung und Fahrbahnaufbau. Auch die Laubenbachstraße in St. Pantaleon wird saniert und als Güterweg fertiggestellt.

Brücken in die Jahre gekommen

Auch bei den rund 3.000 Brückenobjekten im Landesstraßennetz gibt es viel zu tun. „Viele Brücken sind inzwischen in die Jahre gekommen, gut die Hälfte ist 50 Jahre alt oder älter. Insbesondere die steigende Verkehrsbelastung, auch der Lkw-Anteil, sowie das Salzstreuen im Winter setzen unseren Tragwerken zu, so dass wir künftig einen erhöhten Instandhaltungsbedarf haben werden“, so Stefan Dobler, Leiter Abteilung Brücken- und Tunnelbau.

In Lengau wird etwa die Weißenbachbrücke generalsaniert, während in Polling im Innkreis die Pollingerbachbrücke umgebaut und verbreitert wird. Hier ist eine halbseitige Verkehrsführung vorgesehen, größere Umleitungen sollen vermieden werden. Kleinere, aber dennoch wichtige Maßnahmen betreffen etwa die B148 im Stadtgebiet von Braunau, wo der Fahrbahnbelag im Bereich Buchenwaldweg erneuert wird. In St. Radegund wird zudem eine beschädigte Stützmauer saniert, um die Stabilität der Straße wiederherzustellen.


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