Projekt aus Enns holt ersten Preis bei europaweitem Wettbewerb
ENNS. Auf Einladung des European Network for Rural Development (ENRD) ist die TSE gemeinsam mit dem Regionalentwicklungsverein Zukunft Linz-Land vergangene Woche in Brüssel gewesen. Der Grund ist mehr als erfreulich.

Das cittaslow Enns-Projekt „Zeitgeist: Pop Up-Store Enns“ wurde im Zuge dieses europaweiten Wettbewerbs für den „Rural Inspiration Award“ nominiert und holte beim Public Voting sensationell den ersten Platz.
Einziges Projekt aus Österreich
Es ist eine Auszeichnung, wie man sie nicht alle Tage erhält und die großen Bemühungen der Tourismus und Stadtmarketing Enns GmbH (TSE), die Ennser Innenstadt nachhaltig zu beleben, huldigt. Platz eins bei einem europaweiten Wettbewerb, bei dem es das Ennser Projekt als einziger Beitrag aus Österreich geschafft hat, sich gegen insgesamt 180 Einsendungen durchzusetzen, kann sich mehr als sehen lassen – ein Erfolg, der allen voran TSE-Chef Max Homolka zu verdanken ist, der das Pop Up-Store-Konzept erstmals im November 2016 präsentiert hat.
Zweite Auszeichnung
Erst im Oktober vergangenen Jahres wurde das Projekt bei der Jahreskonferenz des Netzwerkes Zukunftsraum Land als einer von sechs Gewinnern ausgezeichnet. Mit dem ersten Platz beim ENRD folgte nun die nächste Bestätigung, dass man sich mit dem Pop Up-Store-Konzept auf dem richtigen Weg befindet. „Den Rural Inspiration Award zu gewinnen, ist eine große Ehre für uns. Diese Auszeichnung bestätigt den Ansatz, den cittáslow-Gedanken mit innovativen, neuen Projekten zu verknüpfen und sich so auf die Zukunft vorzubereiten. Wir gehören nun zu jenen Städten, die europaweit als ,best practice-Beispiel“ gelten. Auch wenn es noch viel zu tun gibt, können wir sehr stolz auf unsere cittáslow Enns sein“, so TSE-Chef Max Homolka.
Kooperationen mit Städten
Vor etwa zwei Wochen wurde das Projekt in Amstetten vorgestellt, wo es in Form einer Kooperation mit Enns übernommen wird. Voller Begeisterung für das Konzept der „Pop Up Stores Amstetten“ zeigte sich auch Bürgermeisterin Ursula Puchebner (SPÖ), die von einem Paukenschlag und einer neuen Zeit spricht. Doch warum ist das Projekt für andere Städte so attraktiv? Diese Frage weiß Homolka folgendermaßen zu beantworten: „Weil wir bereits ein ausgearbeitetes Konzept haben, das die Städte übernehmen können. Darüber hinaus muss im Vergleich zu anderen Projekten, die die Innenstädte beleben sollen, nicht Unsummen an Geld in die Hand genommen werden. Die Städte können auf die Erfahrungswerte aus Enns zurückgreifen und somit Fehler vermeiden, die wir auf unserem Weg gemacht haben. Letzten Endes profitieren alle davon“, ist der Initiator des Projektes überzeugt.
Große Chance
Und auch Stadtchef Bürgermeister Franz Stefan Karlinger (SPÖ) zeigt sich erfreut: „Ich bin stolz, dass die Stadt Enns mit dem Pop Up-Store-Konzept wie auch der cittáslow-Bewegung eine Vorreiterrolle eingenommen hat und sehe den Preis als große Motivation, in dieser Richtung weiterhin aktiv zu sein.“ Weiters nennt er das Pop Up-Store-Konzept eine große Chance für junge Unternehmer, um zu tollen Konditionen eine Geschäftsidee auszuprobieren.
Oberösterreich trägt innovativen Zeitgeist in die EU
„Mit dem Pop-Up-Store Projekt beweist Enns, die älteste Stadt Österreichs, Zeitgeist und liegt somit voll im Trend. Zu dieser Auszeichnung gratuliere ich sehr herzlich, weil von dieser Idee mehrere Seiten profitieren. Einerseits werden leerstehende Geschäftsflächen in guter Innenstadtlage wieder belebt und andererseits entstehen neue Geschäftsideen. Das Land OÖ fördert dieses Projekt daher gerne, weil Oberösterreich damit einmal mehr zeigt, welch innovativer Zeitgeist von unserem Bundesland ausgeht“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).


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