Becken-Planungen schreiten voran
BEZIRK FREISTADT. Zwei Rückhaltebecken in Grünbach und Rainbach sollen statt dem großen Retentionsbecken im Thurytal für den Hochwasserschutz in Freistadt gebaut werden.

Eine 13,5 Meter hohe Staumauer oberhalb des Teufelsfelsen im Thurytal wird es nicht geben. Das Thurytal bleibt unberührt. Stattdessen hat der Hochwasserschutzverband Aist (HWS Aist) in seiner letzten Sitzung eine Neuplanung beauftragt. Denn an dem Ziel, Freistadt, Pregarten und Kefermarkt vor 100-jährlichem Hochwasser zu schützen, will man auf keinen Fall rütteln.350.000 Kubikmeter Wasser sollte das von Fachleuten vorgeschlagene Retentionsbecken im Thurytal fassen. „Wir hätten damit auf einen Schlag ein sehr hohes Maß an Schutz erreicht, und das für sieben Euro pro Kubikmeter Stauraum auch noch relativ kostengünstig. Die Verschiebung des Beckens in den Norden in Kombination mit weiteren Maßnahmen ist wesentlich teurer. Eines ist aber klar: Wenn wir im Norden nun mehr investieren, darf das nicht gleichzeitig heißen, dass uns das Geld dann für Schutzmaßnahmen im Süden fehlt. Das wäre mit Sicherheit der falsche Weg“, sagt Obmann Josef Lindner.
Bis Ende des Jahres sollen die ersten Entwürfe und Skizzen für das neue Retentionsbecken und die weiteren notwendigen Maßnahmen fertig sein. Im Sinne von Transparenz und Zusammenarbeit wurden seit Anfang Oktober 2016 zuerst die betroffenen Grundeigentümer bei zwei Veranstaltungen in Rainbach und in Grünbach informiert. Weitere Gespräche mit den betroffenen Grundeigentümern sind schon fixiert.
Ein Informationsabend für alle Interessierten findet am 17. November ab 18.30 Uhr im Salzhof statt. Bei dieser Veranstaltung besteht für die interessierte Bevölkerung die Möglichkeit, sich im Gespräch mit den Vertretern des Hochwasserschutzverbandes Aist und der Planer über die untersuchten Varianten und den neuen Planungsstand – mit nun zwei Hochwasserrückhaltebecken in den Gemeinden Rainbach und Grünbach – zu informieren.
Programm:
18:30 bis 19:30 Uhr:Planausstellung
Diskussionsmöglichkeit mit dem Planer und Vertretern des HWS-Verbands Aist anhand von Plakaten
19:30 – ca. 20:00 Uhr:Projektpräsentation
HWS-Verband Aist und ZT Büro Thürriedl & Mayr
ca. 20:00 – 21:00 Uhr:Fragen & Diskussion
Moderation Rathschüler
Diskutieren Sie mit! Was ist Ihre Sicht auf den neu geplanten Hochwasserschutz? Schreiben Sie uns per Mail (tips-freistadt@tips.at) oder hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren.


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