Gotikstraße jetzt auch virtuell erleben
BEZIRK FREISTADT. Mehr als 50 gotische Kirchen im Mühlviertel und in Südböhmen sind nun auch virtuell zu erleben. Die neue Webseite der Gotikstraße wurde im Rahmen des Fests der Volkskultur in der Pfarrkirche Bad Zell präsentiert.

Ab nun kann man jedes einzelne dieser Architekturwunder aus der Vergangenheit vom eigenen Laptop aus „virtuell“ erforschen oder persönlich besuchen und hat dazu einen umfassenden Reisebegleiter am eigenen Handy: www.gotik.info
Seit zwei Jahren wird an der Neuauflage der Mühlviertler Gotikstraße intensiv gearbeitet. Diese konnte im Rahmen des Interreg-Projekts „Gotik Straße-gotická stezka“ auch nach Südböhmen erweitert werden und umfasst so auch weniger bekannte gotischen Juwele.
31 Kirchen aus dem Mühlviertel
31 gotische Kirchen aus dem Mühlviertel und 26 aus Südböhmen, dazu eine Dauerausstellung in Budweis, wurden detailliert kunsthistorisch beschrieben, fotografisch dokumentiert und digital erfasst. Die Ergebnisse wurden nun offiziell präsentiert. Im Anschluss lud Hubert Nitsch von der Diözese Linz zum „Kirchenraumerlebnis Mühlviertel-Südböhmen“ ein und setzte hier die erfolgreiche und gut besuchten Veranstaltungsreihe, die in zahlreichen Kirchen der Gotik Straße stattgefunden hat, fort.
Virtuelle Rundgänge
Mit www.gotik.info setzt man neue Maßstäbe. Vor allem in der Kombination von touristischer Zugänglichkeit und virtuellem Erleben. In einem noch nie dagewesenen Umfang und einer einzigartigen Qualität wurden alle Kirchen digital erfasst und können nun als Modell von außen oder in virtuellen Rundgängen im Kirchenraum detailliert virtuell erlebt werden. Darüber hinaus lädt die Gotik Straße zu einem Besuch dieser erstaunlichen und berührenden Kunstwerke der Gotik ein, die in dieser Region so dicht wie nirgends anders auf der Welt zu finden sind.
„Mit dieser Homepage, den Digitalisierungsmaßnahmen, wissenschaftlichen Informationen und neuen Vermittlungsformen wird das historische Erbe für die Nachwelt gesichert und vielen Menschen in zeitgemäßer Form zugänglich gemacht. Diese Projekt ist ein wesentlicher kulturtouristischer Impuls, von der die Region ganzjährig profitieren wird!“ Tourismusmanager Stefan Wunderle, Tourismusverband Mühlviertel
Gemeinsam geschaffen
Dieses Vorhaben konnte nur in einer gemeinsamen Anstrengung geschafft werden: Projektleiter Hans Hinterreiter bedankte sich bei den Tschechischen Projektpartnern, nur mit ihnen ist es möglich das EU geförderte Projekt umzusetzen, dem Land Oberösterreich und dem Bundesdenkmalamt, dem wissenschaftlichen Fachbeirat, der Diözese Linz und allen beteiligten Gemeinden und Pfarren mit ihren vielen ehrenamtlich engagierten Menschen.








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