Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GEINBERG. Mit einer Mischung aus Mahnungen und Optimismus, garniert mit einer Vorschau auf „verbraucherfreundliche“ Pläne aus dem Finanzministerium, gestaltete Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) einen Vortrag in Geinberg.

Finanzminister Hans Jörg Schelling hielt in Geinberg einen Vortrag.
  1 / 4   Finanzminister Hans Jörg Schelling hielt in Geinberg einen Vortrag.

Schelling sprach beim Unternehmertag der Rieder Rechtsanwaltskanzlei Puttinger, Vogl & Partner und der Steuerberatungsfirma Peer, Zauner & Partner.

Verunsicherung

Politisch und wirtschaftlich befänden wir uns derzeit in einer „Periode der Unsicherheit“, sagte der Minister. Österreich sei „gut aufgestellt“, aber „wenn es in Italien crasht, dann gnade uns Gott.“

Obwohl es uns gut gehe, seien wir verunsichert, und diese Verunsicherung sei „tödlich für die Wirtschaft“. Daher müsse man mit Maßnahmen gegensteuern, die die Sicherheit stärken.

Reformresistent

Ein Problem dabei sei, dass Österreich „ziemlich resistent ist, was Reformen betrifft“. Als Gründe dafür nannte Schelling die Angst vor Machtverlust, die Angst vor unpopulären Wahrheiten und die Angst, unbeliebt zu sein.

Dazu käme, dass die Österreicher „Reformen lieber bei anderen machen“. Beim Budget habe Österreich ein Ausgaben-, aber kein Einnahmenproblem.

Er habe mehrfache Investitions- und Forschungsprämien durchgesetzt, sagte Schelling: „Da kann jeder Betrieb mitmachen. Er muss nur Leute anstellen.“

Schelling verwies in seinem Referat mehrfach auf seine Rede vom 16. Jänner, die oft als seine Antwort auf Bundeskanzler Kerns „Plan A“ interpretiert wurde, aber „schon lange davor geplant“ gewesen sei. Dazu meinte er ironisch: „Eine Koalition ist wie eine Ehe. Man löst gemeinsam Probleme, die man alleine nicht hätte.“

Für eines dieser Probleme sei eine Lösung in Sicht: „Wir werden die kalte Progression abschaffen.“ Das Problem dabei, aus Schellings Sicht: „Der Koalitonspartner will umverteilen.“

Vereinfachungen

Für die Steuerzahler versprach der Minister Vereinfachungen.

In Planung sei unter anderem eine App für die Steuererklärung, bei der man das ausgefüllte Formular an Finanz­Online schickt und daraufhin einen Vorschlag erhält, den man dann akzeptieren oder zur weiteren Bearbeitung ablehnen kann.

Generell sollen bis 2018 alle Formulare beim Behördenkontakt online auszufüllen sein – und zwar „ohne dass man das Formular als PDF ausdrucken, ausfüllen und wieder einscannen muss“.

Beraten statt bestrafen

Regeln seien selbstverständlich einzuhalten, sagte der Minister, aber manchmal seien die Strafen das größere Problem. Beispielsweise solle im Arbeitsrecht das Kumulationsprinzip abgeschafft werden, zudem solle bei leichten Verstößen und beim ersten Vergehen das Prinzip „beraten statt bestrafen“ gelten.

Kein Bon - kein Geld

Für Heiterkeit sorgte Schelling mit einem Vorschlag, wie die Registrierkassenpflicht ganz einfach einzuführen sei: „Wenn ein Kunde keinen Kassabon bekommt, muss er nicht bezahlen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

FACC begrüßt 15 neue Lehrlinge im Future Team

FACC begrüßt 15 neue Lehrlinge im Future Team

RIED. Bei der FACC AG starten 15 neue Lehrlinge in das neue Ausbildungsjahr. Die jungen Talente verstärken ab sofort das unternehmensinterne ...

Tips - total regionalRosina Pixner
Feierliche Fahrradwegeröffnung in Obernberg

Feierliche Fahrradwegeröffnung in Obernberg

OBERNBERG. Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche wird am Samstag, 19. September, der Fahrradweg eröffnet.

Tips - total regionalRosina Pixner
Max Schneglberger: „Mehrere extreme Jahre wie heuer halten wir auf Dauer nicht aus“

Max Schneglberger: „Mehrere extreme Jahre wie heuer halten wir auf Dauer nicht aus“

INNVIERTEL. „Die vergangenen zwölf Monate waren die trockensten in Österreich, seit es ab 1850 Aufzeichnungen gibt“, sagte Landwirtschaftsminister ...

Tips - total regionalWalter Horn
SPÖ will finanzielle Belastung der Gemeinden reduzieren

SPÖ will finanzielle Belastung der Gemeinden reduzieren

RIED. Bei einem Bezirksbesuch in Ried forderte Landesrat und Gemeindereferent Martin Winkler (SPÖ) eine strukturelle Entlastung für die Gemeinden. ...

Tips - total regionalWalter Horn
Raiffeisen Energie und Alveri bieten günstigeres E-Laden im Innviertel

Raiffeisen Energie und Alveri bieten günstigeres E-Laden im Innviertel

INNVIERTEL. E-Auto-Fahrer in den Bezirken Ried, Grieskirchen, Braunau und Schärding profitieren ab sofort von günstigen Tarifen an allen Alveri-Ladestationen. ...

Tips - total regionalRosina Pixner
Stadtgemeinde Ried lädt zu Bürgersprechtagen ein

Stadtgemeinde Ried lädt zu Bürgersprechtagen ein

RIED. Wie soll sich Ried in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Stadtgemeinde bereits seit mehreren ...

Tips - total regionalRosina Pixner
Weitere Beiträge