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GMUNDEN. Durch eine anonyme Anzeige beim Veterinärdienst der BH Gmunden wurde nun ein besonders schwerer Fall von Tierquälerei aufgedeckt. 

Auf einem Bauernhof mussten zahlreichen Schweine notgeschlachtet werden. Symbolfoto: Weihbold
Auf einem Bauernhof mussten zahlreichen Schweine notgeschlachtet werden. Symbolfoto: Weihbold

Bei einem Besuch des Amtstierarztes am 8. April 2019 in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Bezirk Gmunden musste dieser in den Stallungen der Mast- und Zuchtschweine verheerende Zustände feststellen. Die 63 noch lebenden Schweine waren in einem äußerst schlechten Gesundheitszustand. Unter den noch lebenden Schweinen konnten zumindest fünf verendete, teilweise bereits verweste Tierkadaver sowie unzählige Knochenüberreste entdeckt werden.

Seit einem Jahr nicht in Stall gewesen

Die Stallungen waren in einem äußerst verdreckten Zustand. Die Schweine befanden sich teilweise bis zum Bauch in Exkrementen. Offensichtlich dürften sich die überlebenden Schweine bereits von den verendeten Tieren ernährt haben. Der Landwirt gab an, den Stall seit einem Jahr nicht mehr aufgesucht zu haben. Die Bäuerin sagte, sie hätte die Tiere noch am Vormittag gefüttert. Wie es zu den verheerenden Zuständen in den Ställen gekommen ist, konnten beide nicht schlüssig begründen. Die Frau gab lediglich an, dass ihr alles über den Kopf gewachsen sei. Die noch lebenden Tiere wurden nun vom Amtstierarzt mit Unterstützung des örtlichen Bauernbundes notgeschlachtet. Bei der Räumung des Stalls konnten sechs Kadaver sowie die knöchernen Überreste von mindestens 31 weiteren im Stall verendeten Schweinen vorgefunden werden.

Die beiden Landwirte werden bei der Staatsanwaltschaft Wels wegen Tierquälerei angezeigt.


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