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GMUNDEN. Bereits zum dritten Mal seit Ende Juli mussten die Gmundner Bergretter zu einem nächtlichen Einsatz auf dem Traunstein ausrücken.

Nächtliche Bergung Foto: BRD Gmunden
Nächtliche Bergung Foto: BRD Gmunden

Das Muster ist immer dasselbe: Viel zu spät und ohne Taschenlampe im Rucksack wird mit dem Abstieg vom Traunstein begonnen. Bei der geringsten Verzögerung landen die Bergwanderer in der totalen Dunkelheit und können allein nicht mehr ins sichere Tal. 

So erging es auch dem 64-jährigen Wanderer aus Rohr im Kremstal, der am Montag kurz vor 21 Uhr Naturfreundesteig aus einen Notruf absetzte. Er war erst um 11 Uhr über den Südgrat und den Naturfreundesteig bis zum Naturfreundehaus aufgestiegen, wo er um 17 Uhr eine Rast einlegte. Beim Abstieg wurde er von der Dunkelheit überrascht. Zunächst konnte er sich noch an den Sicherungsseilen orientieren, aber als eine „seillose“ Steigpassage folgte, konnte er nicht mehr weiter.

Die Bergretter begannen kurz nach 21 Uhr mit dem Aufstieg und trafen den Festsitzenden in einer Seehöhe von rund 600 Metern unverletzt an. Angeseilt und auf dem mit Stirnlampen hell ausgeleuchteten Naturfreundesteig konnte der in Bergnot geratene und schon etwas entkräftete Kremstaler in Begleitung der Bergretter selbst noch bis zur Lainautalstraße absteigen. Gerade rechtzeitig, denn kurz nach Eintreffen der Bergretter in der Einsatzzentrale brach ein heftiges Gewitter mit Starkregen über die Traunseelandschaft herein.

Gute Ausrüstung bei Herbstwanderungen besonders wichtig

In diesem Zusammenhang appelliert die Bergrettung zum wiederholten Male, dass mit Sommerende und Herbstbeginn die Tage kürzer werden und Dämmerung, Dunkelheit und totale Finsternis schneller herein brechen, als an Tagen vor der Sommersonnenwende. Bei der Wahl des Abstiegszeitpunktes ist dies zu berücksichtigen. Und eine Taschen- oder Stirnlampe gehört ohnehin in den Rucksack, ebenso eine wärmende Überbekleidung.


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