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GMUNDEN. Vor rund einem Monat wurden bei der Polizeiinspektion Gmunden zwei Gaskartuschen abgegeben, die der Aufschrift nach hochgiftiges Phosgen enthielten. Nun liegt das Untersuchungsergebnis vor: Sie enthielten tatsächlich den gefährlichen Stoff.

Nach der Übergabe der Gaskartuschen wurde die Polizeiinspektion Gmunden kurzfristig geräumt. (Foto: U. J. Alexander / Adobe Stock)

Die Kartuschen waren in der Lagerhalle einer Pinsdorfer Entsorgungsfirma entdeckt und vom Geschäftsführer zur Polizei gebracht worden. Wegen der Brisanz der Aufschrift wurden die Polizeiinspektion geräumt und ABC-Experten des Bundesheeres hinzugezogen.

Nun liegt der Staatsanwaltschaft Wels das Ergebnis der Untersuchungen vor: Die Kartuschen enthielten tatsächlich Prosgen - ein Gas, das im ersten Weltkrieg als Giftgas eingesetzt wurde und beim Einatmen zu schweren, tödlichen Verätzungen der Lunge führt. Es wird heute aber unter anderem auch für medizinische Zwecke verwendet.

Ermittlungen laufen

Nun laufen Ermittlungen gegen die Entsorgungsfirma, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wels, Christoph Weber, bestätigt - und zwar wegen §181c „Vorsätzliches umweltgefährdendes Behandeln und Verbringen von Abfällen“. Woher die Kartuschen stammen, wie sie in die Entsorgungsfirma gelangten oder wie sie dort gelagert wurden, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, so Weber.


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