Tag des Denkmals: Vom Traunkirchner Kloster bis zum schweren Leben der Schmiedefrauen
GMUNDEN/BAD ISCHL/TRAUNKIRCHEN/SCHARNSTEIN. Unter dem Motto „Heimat großer Töchter“ steht der diesjährige Tag des Denkmals am Sonntag, 24. September. 43 Orte in Oberösterreich bieten an diesem Tag besondere Einblicke – vier davon im Bezirk Gmunden.

Anlass für den „weiblichen“ Themenschwerpunkt ist der 300. Geburtstag von Kaiserin Maria Theresia. Im Bereich des Kaiserlichen bleibt man dabei auch in Gmunden: Unter dem Motto „Reisen wie zu Kaisers Zeiten“ kann man bei der Anlegestelle am Rathausplatz von 10 bis 17 Uhr den historischen Raddampfer Gisela besichtigen. Um 13.45 Uhr wird eine Führung angeboten, eine Stunde später findet eine Seerundfahrt zu ermäßigten Preisen statt.
Stollenführung in Bad Ischl
In Bad Ischl kann man sich auf die Spuren des Maria-Theresia-Berghauses und des Kaiser-Josef-Stollens begeben. Die zweistündige Führung beginnt um 14 Uhr, Treffpunkt ist am Parkplatz am Ortsende von Perneck (Achtung: teilweise steile Wege).
Frauen in der Sensenproduktion
Der „Frauenarbeit in der Sensen- und Sichelindustrie“ kann man von 9 bis 17 Uhr im Scharnsteiner Sensenmuseum Geyerhammer nachspüren. In der Sensenschmiede waren zahlreiche Frauen mit oft körperlich schwerer Arbeit beschäftigt. In der Ausstellung wird auch das Leben der Schmiedefrauen dargestellt, die den kargen Alltag in den Werkswohnungen zu bewerkstelligen hatten. Führungen finden um 11 und um 15 Uhr statt.
Kloster und Jesuiten-Residenz in Traunkirchen
Schätze aus dem ehemaligen Nonnenkloster und der Jesuiten-Residenz, die nur selten der Öffentlichkeit zugänglich sind, kann man in Traunkirchen besichtigen. Um 11 Uhr öffnen Kirche und Kloster ihre Pforten: Zu den künstlerischen und kulturhistorischen Höhepunkten zählen die barocken Altäre und die berühmte Fischerkanzel, die beiden Stiftungsbilder des Klosters von 1532 und 1622, die Strahlenmonstranz von 1761 sowie zwei spätmittelalterliche Grabplatten und Reste eines barocken Freskos.
Von 11 bis 17 Uhr ist auch die archäologische Ausstellung im Gemeindeamt geöffnet. Den Abschluss bildet um 17.30 Uhr der Vortrag des Gmundner Historikers Heinz Schießer im Stiftersaal zum Thema „Das Kloster Traunkirchen zur Zeit der Reformation“. Führungen, bei denen auch Gruft und Dachstuhl des Klosters mit den Glocken besucht werden, finden um 11.30, 13, 14.30 und 16 Uhr statt; Treffpunkt ist beim Info-Stand im Klostersaal. Auch das Handarbeitsmuseum im Kloster ist geöffnet. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.


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