Grundlseer Wassermann: Neue Oper feierte erfolgreiche Weltpremiere
BAD AUSSEE. Mit ausverkauften Opernabenden und gut besuchten Konzerten waren die Initiatoren der Ausseer Barocktage sehr zufrieden.

Glückliche Besucher, ein vollmotiviertes Team und durchwegs positive Kritiken – all das macht das Management der Ausseer Barocktage stolz. Absoluter Höhepunkt der Veranstaltung war die Uraufführung der Auftragsoper. „Der Wassermann vom Grundlsee“, deren Initiatorin und Projektleiterin die Grundlseerin war. Im Mittelpunkt dieses Werks steht eine uralte Sage über die Entdeckung des Salzes im Ausseerland.Das Stück wurde am Ufer des Grundlsees aufgeführt, einige Szenen fanden im See statt. Komponiert wurde die Oper von Vanni Moretto, der die drei Aufführungen mit einem Kammerorchester, das aus herausragenden, europäischen Musikerinnen und Musikern bestand, auch dirigierte. Für die kurzweilige und geglückte Regie war Andreas Weirich, Spielleiter und freischaffender Regisseur an der bayrischen Staatsoper in München, verantwortlich.
Als Hauptdarsteller überzeugten junge, europäische Nachwuchssängerinnen und -sänger – in einer Kooperation mit der Universität Mozarteum Salzburg. Die beeindruckenden Kostüme wurden von der jungen Modedesignerin Larissa von Planta aus London entworfen und den Chor bildeten begabte einheimische Sänger. Im gesamten Team aus mehr als 50 Personen wirkten auch hinter der Kulisse bei Technik, Bühnenbau, Stage Management etc. zahlreiche einheimische Kräfte mit, sodass eine ideale Zusammenarbeit zwischen lokaler Bevölkerung und internationalen europäischen Spitzenkräften entstand!
Die Weltpremiere wurde mit tosendem Applaus gefeiert und die Projektleiterin bereits mehrfach gefragt, wann es ein Wiedersehen mit dem „Wassermann vom Grundlsee“ geben wird. „Sollte die Finanzierung für eine Wiederholung dieses aufwendigen Projekts gefunden werden, könnte die Oper erneut aufgeführt werden“, verspricht Verena Frey vom Management der Ausseer Barocktage.Zum hochkarätigen Veranstaltungsreigen der Ausseer Barocktage gehörten zwei Konzerte in der Kirche St. Paul in Bad Aussee. Zu Gast waren die Wiltener Sängerknaben unter der Leitung von Johannes Stecher, die die Marienvesper von Claudio Monteverdi zum Besten gaben. Der Klang dieses Ausnahmechors war überwältigend und wurde mit großem Applaus belohnt. Beim zweiten Konzert traten international renommierte Barock-Virtuosen der Accademia dell’Arcadia Turicum unter der Leitung von Sabrina Frey auf. Sie begeisterten unter anderem das Publikum mit bekannten Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Arcangelo Corelli. Nach dem großen Erfolg der diesjährigen Ausseer Barocktage ist der Wunsch nach einer Fortsetzung dieses außergewöhnlichen Festivals groß.


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