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SALZKAMMERGUT. Der Hallstätter Gletscher hat seit Beginn des Gletschermessprogramms des Landes Oberösterreich im Jahr 2006 rund die Hälfte seines Eisvolumens verloren.

Der Gletscher schmilzt immer weiter. (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)
Der Gletscher schmilzt immer weiter. (Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr)

Aus etwa 150 Millionen Kubikmetern Eis sind innerhalb von 20 Jahren nur noch rund 76 Millionen Kubikmeter übrig. Auch die Eisfläche ist um rund einen Quadratkilometer geschrumpft – eine Fläche von etwa 150 Fußballfeldern.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Messprogramms trafen sich am Dienstagabend Wissenschaftler, Wegbegleiter und Projektpartner auf der Dachstein-Bergstation am Hunerkogel. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder betonte dabei die Bedeutung der langjährigen Forschung. „Wo vor 20 Jahren noch mächtiges Eis lag, ist heute vielerorts Fels. Eismassen, die über Jahrtausende gewachsen sind, verschwinden innerhalb weniger Generationen“, so Kaineder.

Negativrekord könnte übertroffen werden

Auch die durchschnittliche Eisdicke ist deutlich zurückgegangen. Sie sank von rund 50 Metern im Jahr 2006 auf heute etwa 36 Meter. Bereits das Vorjahr brachte den bis dahin größten Massenverlust seit Beginn der Messungen. Nach den bisherigen Daten und Prognosen könnte dieser Negativrekord 2026 erneut übertroffen werden.

Das Forschungsprojekt „Klima und Massenhaushalt des Hallstätter Gletschers“ läuft seit 2006 im Auftrag des Landes Oberösterreich. Die erhobenen Daten sollen dabei nicht nur wissenschaftlichen Zwecken dienen, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein. In der Dachstein-Bergstation informieren zwei Installationen über die Veränderungen des Gletschers. Zudem werden die Erkenntnisse in der Mini-Forscherreihe „Der Schatz der Gletscher“ für Kinder und Jugendliche aufbereitet.

Auch online sind Daten, Bilder und Entwicklungen des Hallstätter Gletschers abrufbar. Das Land will damit die Veränderungen am Dachstein sichtbar und verständlich machen.


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