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HASLACH. Was Donau-Böhmerwald zu einer Modellregion für nachhaltige Entwicklung macht, will das Projekt „Lebensklima“ herausfinden. Die ersten Ergebnisse wurden im TUK präsentiert.  

Vor Pionieren und Nachhaltigkeits-Interessierten wurden erste Zwischenergebnisse des europäischen Forschungsprojektes präsentiert.

„Pioniere vor den Vorhang“ hieß die Veranstaltung. Denn genau diese Pioniere haben die nachhaltige Entwicklung in der Donau-Böhmerwald-Region vorangetrieben. „Wirtschaftlich haben sich diese ganzen Investitionen nicht ausgezahlt. Aber für mich sind sie trotzdem sinnvoll“, meinte etwa Willi Hopfner aus Lembach, der schon seit vielen Jahren auf Sonnenenergie und Elektro-Mobilität setzt und den Energiestammtisch gegründet hat. „Viele haben mich natürlich als Spinner bezeichnet – aber später dann gemeint, dass ich doch nicht so blöde Ideen hatte.“ Im Vergleich mit den anderen sechs europäischen Modellregionen fällt sofort auf, dass Nachhaltigkeit hierzulande eine vergleichsweise lange Tradition hat. Auch die Arnreiter Biobäuerin und Direktvermarkterin Lisa Hofer, Begründerin der Regionalgruppe von ViaCampesina, gehört zu diesen Pionieren: „Wenn man im Wirtschaftsbereich ein Pionier ist, dann ist es ganz wichtig bei den eigenen Idealen zu bleiben. Wobei nicht wir nicht die eigentlichen Pioniere waren – das waren jene Bauern, die schon biologisch angebaut haben, als es noch gar keine Förderungen gab.“

Solche „Kümmerer“ wie Hopfner und Hofer sind vor allem in der Startphase notwendig, um die Idee voranzutreiben. Außerdem ist es wichtig, Beziehungen zwischen mehreren Akteuren aufzubauen, damit stabile Netzwerke entstehen. Die im Rahmen des Projektes durchgeführten Interviews zeigten, dass es in der Region ein hohes Human- und Sozialkapital gibt und sich die Engagierten mit der Region identifizieren. Triebfeder ist oft der Gedanke, dass das ländliche Leben weitergehen muss.

Regionsweite Umfrage

Als nächster Schritt in diesem europäischen Forschungsprojekt folgt jetzt eine regionsweite Umfrage, an der sich alle Bewohner aus den 39 Gemeinden der Donau-Böhmerwald-Region beteiligen können.

Hier geht“s zum Fragebogen. Infos gibt es auch im Leader-Büro in Sarleinsbach, Tel. 07283/81070.


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