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"Die Tür soll jetzt weit offen sein": Kleinzeller Kinder nahmen ihren Öko-Kindergarten in Betrieb

Martina Gahleitner, 22.10.2017 12:17

KLEINZELL. Die „Chefpartie“ hat heute Vormittag in der Kleinzeller Mehrzweckhalle Aufstellung genommen. Denn die Kinder selbst spielten eine wichtige Rolle bei der Neueröffnung des erweiterten Kindergartens.

  1 / 37   Mit ihren selbst gebastelten, bunten Helmen waren die kleinen Kleinzeller bereits beim Spatenstich dabei - jetzt konnte Eröffnung im Kindergarten gefeiert werden. Foto: Gahleitner

Mit Liedern und Gedichten erzählten die kleinsten Kleinzeller von den Bauarbeiten, wie wichtig die Erweiterung des Kindergartens überhaupt war und wie wohl sie sich jetzt in ebendiesem fühlen. „Der Kindergarten war zu klein, wir passen nicht mehr alle rein. Jetzt sind wir endlich im neuen Kindergarten, wir konnten es kaum mehr erwarten“, hieß es etwa. 

Wobei das Großprojekt eigentlich in Rekordzeit realisiert werden konnte: Im März fand der Spatenstich statt - laut WSG-Vorstandsobmann Stefan Hutter der „schönste in der Firmengeschichte“, denn auch hier waren die Kindergartenkinder aktiv mit dabei -, rechtzeitig zum Start ins neue Kindergartenjahr konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden. Nur Mühlviertler Firmen kamen bei dem Vorhaben zum Zug.

Ökologisch in Bau und Ausstattung

Großer Wert wurde auf eine ökologische Bauausführung gelegt, berichtete Bauleiter Joachim Haubner (WSG): 20 Zentimeter Holzmassivwände, eine Dämmung mit Mineralwolle, geölte Parkettböden und Holzwände sowie die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sind nur einige Beispiele für eine nachhaltige und kreislauffähige Bauweise.

Kinder und Mitarbeiter fühlen sich wohl

Vor ein paar Wochen haben die Kindergartenkinder und Mitarbeiter das neue Zuhause bezogen - und „wir fühlen uns recht wohl“, sagte Kindergartenleiterin Renate Praher. Auf zwei Ebenen ist jetzt genug Platz für die drei Regelgruppen und die Krabbelstube (die auch für die Gemeinden Altenfelden und Neufelden gedacht ist), den Bewegungsraum und Ruheraum oder die Malstube.  

Außerdem freuen sich die Kleinen über den großen Garten, in dem sie Platz zum Rodeln, Bobfahren, zum Bäume klettern oder einfach zum Kreativ sein finden. Die von Künstlerin Renate Mayrhofer geschaffenen Steinskulptur im Sandhaufen lädt ebenfalls zum Klettern, aber auch zum zur Ruhe finden ein.

„Zweifellos wunderschön“

Nach dem Festakt konnten sich die Besucher natürlich gleich mal in den neuen Räumlichkeiten umschauen. Bürgermeister Klaus Falkinger verriet schon vorher in seiner Festrede: „Uns ist zweifellos ein wunderschöner Kindergarten gelungen.“ Für ihn war dieses 850.000 Euro teure Projekt eine Herzensangelegenheit, denn „in einen Kindergarten bedeutet in die Zukunft zu investieren. Die Kleinen haben ein Recht auf ein schönes Zuhause außerhalb der Familie, in dem auch individuelle Fähigkeiten gefördert werden.“

Pfarrer Kasimir ergänzte um eine Bitte an die Erwachsenen: Sie sollten nicht vergessen, dass der beste Kindergarten das Elternhaus nicht ersetzen könne.  

Junges Wohnen entsteht

Gemeinsam mit der WSG plant die Gemeinde Kleinzell übrigens schon das nächste Projekt: Ende Oktober wird der Spatenstich für „Junges Wohnen“ erfolgen, mit dem besonders günstige Wohnungen für junge Leute entstehen.


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