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KREMS. Mit 21 Kindern hat die „International School Krems“ im September 2016 ihren Betrieb am Campus Mitterau aufgenommen. Es handelt sich hierbei um die erste zweisprachige Volksschule mit verschränktem Ganztagsunterricht in Niederösterreich. Mittlerweile hat sich die katholische Privatschule in Krems etabliert und will weiter wachsen. Künftig soll auch ein Gymnasium dazu kommen.

Lehrerin Kate Hofmann, Freizeitpädagoge Martin Eckl und Direktorin Petra Wolfsberger. Foto: Brandt
  1 / 2   Lehrerin Kate Hofmann, Freizeitpädagoge Martin Eckl und Direktorin Petra Wolfsberger. Foto: Brandt

Seit Herbst vergangenen Jahres ist die Bildungsstadt Krems um eine Institution reicher. Damals eröffnete im Gebäude der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule die „International School Krems“ (ISK). Die katholische Privatschule ist als Ganztagseinrichtung mit verschränktem Unterricht konzipiert. Sprich, reguläre Unterrichtsstunden wechseln sich mit Freizeitangeboten ab. Jeden Tag steht zudem eine Stunde Sport auf dem Programm.

Wer steckt hinter der ISK?

Hinter der Schule steht eine gemeinnützige Gesellschaft von öffentlichen Institutionen und Privatpersonen. Jeweils 30 Prozent der Anteile halten die IMC Fachhochschule Krems und die Diözese St. Pölten. 20 Prozent gehören dem Industriellen Erich Erber aus Getzersdorf. Jeweils zehn Prozent halten die Unternehmer Martin Nuhr (Senftenberg) und Guntard Gutmann (Jaidhof).

Zweisprachiger Unterricht

Aktuell besuchten 21 Schüler unterschiedlichen Alters die ISK, darunter mehrere Kinder aus Langenlois, Grafenegg, Spitz und Krems. Sieben Kinder haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Der Unterricht findet auf Deutsch und Englisch statt, hier stehen den Schülern Native Speaker zur Verfügung.

Kaum Frontalunterricht

Als „ganz modern“ bezeichnet Initiator und IMC-Fachhochschulgründer Heinz Boyer das pädagogische Konzept, welches an der ISK umgesetzt wird. Klassischer Frontalunterricht ist eher die Ausnahme, stattdessen wird oft in Kleingruppen gearbeitet. Die Kinder bekommen keine Hausübungen und müssen auch nicht die ganze Zeit ruhig auf ihrem Platz sitzen. „Sie sind dadurch aber nicht unkonzentriert“, berichtet Geschäftsführerin Beatrix Konicek, die eine Verfechterin des „Bewegten Lernens“ ist.

Zweite Klasse bereits fix

Bei allen Freiheiten, so gelten auch an der ISK gewisse Regeln. „Wir unterliegen dem österreichischen Lehrplan“, betont Konicek. Die Leistungen der Schüler werden sowohl mündlich als auch mit Noten beurteilt. Für das kommende Schuljahr liegen bereits 24 fixe Anmeldungen vor. Daher soll eine zweite Mehrstufenklasse hinzukommen.

Pläne für Gymnasium

Für die Zukunft hegt man jedoch noch weitaus größere Pläne: So soll es einmal möglich sein, an der ISK die Matura zu machen. Konicek zufolge will man im Schuljahr 2018/19 mit einer ersten Gymnasiumklasse starten und das Angebot dann sukzessive ausweiten. Ein Neubau sei dafür nicht nötig, da in der benachbarten KPH Platz frei werde.

Bei Hochschulen gefragt

„Es ist immer gut, wenn es eine Art Bildungskonkurrenz gibt“, meint Heinz Boyer. Er verhehlt jedoch nicht, dass das Interesse an der Privatschule vor allem bei Vertretern der Kremser Hochschulen groß ist. Denn ausländische Dozenten seien oft auf der Suche nach einer internationalen Schule für ihre Kinder.

Stipendium möglich

Im Gegensatz zu öffentlichen Schulen ist der Besuch der ISK nicht kostenlos. Das Schulgeld beläuft sich auf monatlich 350 Euro, Mittagessen inklusive. Die Verantwortlichen wehren sich gegen das Vorurteil, dass der Besuch der ISK nur für Kinder wohlhabender Eltern leistbar sei. „Alle Kinder, die wollen, sollen die Möglichkeit bekommen“, erklärt Boyer. Daher vergeben die Gesellschafter auch Stipendien. Boyer betont weiters, dass man nicht gewinnorientiert arbeite und Erlöse wieder in die Schule investiert werden.


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