EU-Wahl: SPÖ bleibt dank Wahlkarten doch stärkste Partei in Linz-Land vor ÖVP

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Laura Voggeneder Laura Voggeneder, Tips Redaktion, 27.05.2019 16:55 Uhr

LINZ-LAND. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich ÖVP und SPÖ nach der EU-Wahl am Sonntag. Sah es in den vorläufigen Ergebnissen noch so aus, als hätte die ÖVP die SPÖ überholt, drehten die Wahlkarten die Führung doch noch. Die SPÖ kam dank der Wahlkarten auf 29,9 Prozent der Wählerstimmen. Die ÖVP hat schließlich 29,6 Prozent. Die FPÖ verliert Stimmen und kommt auf 17,7 Prozent. Die Grünen können ihr Ergebnis aus 2014 knapp nicht halten und kommen auf 13,2 Prozent. Die Neos haben 8,1 Prozent.

Am Sonntag waren 108.227 Bürger aus dem Bezirk wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung in Linz-Land lag bei 63,0 Prozent. 1,5 Prozent der abgegebenen Stimmen waren ungültig.

Bei den EU-Wahlen 2014 erreichte die ÖVP in Linz-Land 21,8 Prozent, die SPÖ hatte 29,2 Prozent. Durch die großen Städte in Linz-Land wählt der Bezirk traditionell eher Rot. Bei der diesjährigen EU-Wahl konnte die ÖVP die SPÖ aber fast überholen. Vor der Auszählung der Wahlkarten lag die ÖVP noch 0,16 Prozentpunkte vor der SPÖ. Durch die Wahlkarten musste die ÖVP die Führung aber doch abgeben. ÖVP-Bezirksobmann Wolfgang Stanek freut sich dennoch, einen massiven Rückstand aufgeholt zu haben.

SPÖ zufrieden

Hermann Krist, Bezirksparteivorsitzender der SPÖ in Linz-Land, ist zufrieden mit dem Ergebnis. Seine Partei konnte die Führung im Bezirk bei den EU-Wahlen halten.

„Wir haben uns bemüht und sind froh, dass es Hannes Heide in das EU-Parlament geschafft hat. Wir haben das Ergebnis erreicht, das wir uns vorgenommen haben. Die ÖVP führte einen erfolgreichen Persönlichkeitswahlkampf, das muss man zur Kenntnis nehmen. Wir sind anders gestrickt, bei uns ist die Basis eingebunden. Das ist nicht immer einfach, aber ich bin froh darüber“, sagt Krist.

Leichte Verluste für FPÖ

Die FPÖ hat im Vergleich zu den EU-Wahlen 2014 im Bezirk Linz-Land 2,62 Prozentpunkte verloren – angesichts der Ibiza-Affäre mit ihren Nachwehen ein respektables Ergebnis. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Die Stammwähler halten zu uns“, sagt Herwig Mahr, FPÖ-Bezirkschef und Trauner Vizebürgermeister. In Gemeinden, wo die FPÖ in den Gemeinderäten stark vertreten ist, konnte die FPÖ bessere Ergebnisse erzielen, etwa in Ansfelden, Pucking und Asten.

Grüne passabel

Auf Bezirksebene kommen die Grünen in Linz-Land auf 13,2 Prozent der Stimmen, 2014 waren es 13,4 Prozent. Am stärksten waren die Grünen in Neuhofen: Dort stimmten 17,1 Prozent der Bevölkerung für sie. Das hängt mit der starken Ortsgruppe zusammen und damit, dass dort Bezirkssprecherin Karin Chalupar lebt. „Die Grünen sind wieder zurück. Vor allem Junge stimmten für Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz“, sagt Chalupar.

Neos um 0,1 Prozentpunkte gesteigert

Die Neos haben im Bezirk um 0,1 Prozentpunkte zulegen können. 8,1 Prozent der Wähler aus Linz-Land stimmten für die Neos, deren Spitzenkandidatin Claudia Gamon ins EU-Parlament einziehen wird.

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