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LINZ. Auf dem Areal der Tabakfabrik in Linz wird derzeit wie berichtet gebaut. Teil davon ist ein neu interpretierter „Central Park“ - das „Falkland“, das bis 2025 fertiggestellt werden und als Naherholungsgebiet dienen soll.

  1 / 2   Die Linzer Tabakfabrik soll bis 2025 einen Park bekommen. Bisher wurden rund 60 Bäume gesetzt (Visualisierung). (Foto: sonaar)

Der Wandel des Industrieareals der Tabakfabrik Linz zum Ort kreativer Unternehmen, Digitalisierung und Start-ups bekommt eine „grüne Komponente“. Das teilt das Team in einer Aussendung mit. Bis 2025 soll der Peter-Behrens-Platz autofrei sein und einen Park erhalten. Der Startpunkt erfolgte im Herbst 2019, als ein 3.000 Quadratmeter großer Teilabschnitt in der Tabakfabrik rund um den Eingang zum Bau 1, rund um die Grand Garage und Lösehalle umgestaltet sowie begrünt wurde. Mehr als 60 Bäume wurden bisher gesetzt, die vor allem in heißen Sommern kühlen sollen. „Wir haben in der Pandemie gelernt, wie wichtig hybride Räume sind. Für die Innovationsökologie sind wandelbare, lebendige Orte wie der Innenhof elementar, um Ideenprozesse anzustoßen. Natürlich ergibt die Begrünung des Areals nicht nur ökologisch, sondern wie beim New Yorker Vorbild des Central Parks auch ökonomisch Sinn. Für unsere aktuellen, aber auch für potenzielle neue Mieter ist ein grünes Erholungsgebiet in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz ein attraktives Asset“, ist der Kaufmännische Direktor der Tabakfabrik Linz Markus Eidenberger überzeugt.

Mikroklima soll gemessen werden

„Vom Brownfield zum Colored Field – das ist unser Ziel. Seit 1672, als hier die Wollzeug- und Teppichfabrik gegründet wurde, ist die Fläche versiegelt. Nach fast 350 Jahren ist es Zeit, den Boden zu entsiegeln und das Areal zu begrünen. Wir wollen auch daraus lernen und die Bäume und Pflanzen mit Sensoren versehen, um das Mikroklima zu messen und so einen sensitiven Stadtteil zu schaffen“, ergänzt Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden. Der grüne Raum soll „Falkland“ heißen, nach der bekannten Zigarettenmarke „Falk“, die früher im Werk produziert wurde.

Speicherung von Regenwasser

Damit die Bäume auf dem Areal zwischen 80 und 100 Jahre alt werden können, wird das Schwammstadt-Prinzip angewandt. Dieses sieht die lokale Speicherung von anfallendem Regenwasser vor anstatt es zu kanalisieren und abzuleiten. Dazu werden Strukturen im Untergrund geschaffen, die den Boden auflockern, aber gleichzeitig ausreichend Stabilität für Gehwege und Straßen bieten. Häufig wird dies durch eine Mischung aus Splitt, Kompost und feinen, wasserspeichernden Materialien erreicht.

„Die Pionierrolle der Tabakfabrik geht Hand in Hand mit meinen Bemühungen als Bürgermeister, den Wohlstand in unserer Stadt zu sichern und den Klimawandel hintanzuhalten: Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, der Kampf gegen die Hitzeinseln und eine wettbewerbsfähige Industrie, die dank ihrer Innovationskraft gleichzeitig sauber und erfolgreich ist, werden dafür ganz entscheidend sein“, sagt Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz. Die Landeshauptstadt soll wie berichtet mehr als 1.000 neue Bäume in der Innenstadt bekommen, um das Klima und die Luftqualität zu verbessern. Die Bürger sind, wie im Fall der Kroatengasse, jedoch nicht immer von den Plänen überzeugt.


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