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SPÖ fordert mit Aktionen in der Osterwoche weiterhin einen "KarFREItag für alle"

Tips LogoKarin Seyringer, 10.04.2019 14:03

OÖ/LINZ. Unter dem Motto „KarFREItag für alle“ finden in ganz Österreich in der Osterwoche Aktionen statt. Auch die SPÖ Oberösterreich beteiligt sich, in allen Regionen Oberösterreichs sind 200 Verteilaktionen geplant. Damit bekräftigt die SPÖ Oberösterreich die Forderung nach einem freien Karfreitag für alle.

Kündigten eine Aktion in der Osterwoche an: SPÖ-Landesgeschäftsführerin Bettina Stadlbauer und SPOÖ-Chefin Birgit Gerstorfer (v. l.) Foto: SPOÖ

„Wir setzen uns weiterhin dafür ein, die aktuelle Regelung des persönlichen Feiertags zu ändern und die Karfreitag für alle zum Feiertag zu machen“, so SPOÖ-Chefin Birgit Gerstorfer. Das Vorgehen der Bundesregierung sei der Arbeitnehmerrechte nicht würdig. „Für Konzerne und Unternehmen gibt es von der Regierung nur Zuckerl im Osternest, für die Arbeitnehmer nur faule Eier“, so auch Landesgeschäftsführerin Bettina Stadlbauer.

Verteilaktionen und Petition

Die Kampagne fußt auf zwei Säulen – einerseits den Verteilaktionen, andererseits der SPÖ-Petition zum freien Karfreitag (karfreitag.spoe.at). „Wir wollen damit den Menschen die Möglichkeit geben, ihren Protest auszudrücken“, so Stadlbauer. Knapp 20.000 Personen unterstützten die Petition innerhalb kürzester Zeit, rund ein Drittel davon aus Oberösterreich.

Für die SPÖ gebe es ganz klare Gründe, warum der Karfreitag frei für alle sein solle. Im internationalen Vergleich würden die Österreicher deutlich mehr arbeiten, pro Jahr etwa um 57 Stunden länger als etwa in Deutschland (Vollzeitbeschäftigte). Die Beschäftigten hätten ohnehin schon mit dem 12-Stunden-Tag zu leben und immer weniger Beschäftigte würden ihren vollen Urlaubsanspruch (sechste Urlaubswoche nach 25 Arbeitsjahren) nicht erreichen.

Wirtschaft verbreite falsche Zahlen

Auch die Wirtschaft wird von der SPÖ kritisiert – so würden falsche Zahlen verbreitet, ein freier Karfreitag würde den Unternehmen keine 600 Millionen Euro kosten. „Die Wirtschaftskammer geht davon aus, dass alle Beschäftigten in ganz Österreich acht Stunden weniger arbeiten würden. Ein Freitag ist bei vielen aber kein Acht-Stunden Tag, außerdem sehen bereits jetzt viele Kollektivverträge und betriebliche Regelungen vor, dass der Karfreitag ganz oder teils frei ist“, erläutert Gerstorfer. In Zeiten von boomender Wirtschaft würdem sich die Unternehmen einen freien Karfreitag auch problemlos leisten können.


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