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LINZ. Bei einer Vorschau auf die 12.Integrationskonferenz des Landes Oberösterreich betont Landesrat Rudi Anschober bei einer Pressekonferenz am 3. Juli die Wichtigkeit der Integration von Asylwerbern auf dem Arbeitsmarkt. Mit der Konferenz sollen neue Denkanstöße geliefert werden, damit eine gelungene Jobintegration in Zukunft weiterhin ermöglicht wird.

Judith Kohlenberger, Landesrat Rudi Anschober, Ursula Krepp (v.l.) Foto: Land OÖ/Ernst Grilnberger
Judith Kohlenberger, Landesrat Rudi Anschober, Ursula Krepp (v.l.) Foto: Land OÖ/Ernst Grilnberger

Anschober kritisiert die langwierigen Asylverfahren, die zu erzwungener Untätigkeit der Geflüchteten sowie hohen Kosten für das Land führen. Dennoch sei es durch Zusammenarbeit von Wirtschaft, AMS, Zivilgesellschaft und Politik gelungen, bereits während der laufenden Asylverfahren den Spracherwerb zu fördern. Arbeit und Sprachkenntnisse gelten als zentraler Schlüssel zur Integration.

Konkrete Zahlen

Die Anzahl von 954 Beschäftigungsaufnahmen im Jahr 2015 konnte 2018 bereits auf 2.439 neue Beschäftigte gesteigert werden. Trotz der bundesweit niedrigsten Arbeitslosenquote von vier Prozent prognostiziert die Expertin und Reinigungsunternehmerin Ursula Krepp einen Fachkräftemangel, der bis 2029 voraussichtlich auf 57.000 fehlende Arbeitskräfte steigen wird. Die WKOÖ bemüht sich mit konkreten Initiativen wie der „Dualen Akademie“ um eine nachhaltige Fachkräftesicherung. Dabei handelt es sich um eine praxisnahe und branchenspezifische duale Ausbildung nach der Matura.

Expertenmeinung

Aus Sicht von Expertin der WU Wien Judith Kohlenberger ist es sinnvoll, das sogenannte Humankapital, das Geflüchtete mit sich bringen, zu nützen. Knapp die Hälfte aller Geflüchteten verfügt über einen Abschluss der Sekundarstufe zwei (Matura oder Lehrabschluss). Außerdem betont sie, dass das Potenzial der Arbeiter bei zu strenger Restriktion verloren geht.

Lösungsvorschläge

Durch eine neue Dynamik und Offenheit des Arbeitsmarktes könnten qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland eingesetzt werden und eine Win-Win-Situation für den Arbeitsmarkt in Oberösterreich als auch für die Asylberechtigten geschaffen werden. Durch die Möglichkeit des Arbeitseinstiegs für Geflüchtete wird ein Schritt in Richtung Selbstständigkeit, Lebensperspektive und Ankommen in Österreich gesetzt.


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