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LOCHEN. Die Pfotenhilfe Lochen erlebte 2018 mit insgesamt 650 Neuaufnahmen als ein sehr forderndes Jahr. Derzeit werden vor allem Wildtiere gebracht, die Opfer der Extremwetterlage wurden.

Foto: Pfotenhilfe/Sonja Müllner
Foto: Pfotenhilfe/Sonja Müllner

Insgesamt 650 Tiere musste der Tierschutzhof der Pfotenhilfe in Lochen im vergangenen Jahr aufnehmen. Darunter waren 127 ausgesetzte oder entlaufene Tiere sowie 189 Wildtiere, die versorgt und wieder ausgewildert wurden. Neue Plätze fanden insgesamt 385 Hunde, Katzen und andere Kleintiere. „Noch nie wurden bei uns vor Weihnachten so viele Tiere abgegeben wie dieses Jahr“, bedauert Johanna Stadler, Geschäftsführerin der Pfotenhilfe. Die Tierschutzorganisation konnte außerdem insgesamt 130 Streunerkatzen einfangen und kastrieren.

Wildtiere kämpfen mit extremen Wetter

Aktuell betreut die Pfotenhilfe an die 500 Tiere aus 25 verschiedenen Arten. Derzeit werden vor allem geschwächte Wildtiere gebracht, denen die anhaltende Extremwetterlage zu schaffen macht. Vor allem Igel, die sich zu wenig Vorratsspeck für die Winterruhe anfressen konnten, oder Vögel, die bei schneebedeckten Bäumen nicht mehr an die Samen herankommen, haben es derzeit schwer.“Igel, die sich jetzt zeigen, brauchen dringend Hilfe“, erklärt Stadler, die jedoch vor Selbstexperimenten warnt. Fundtiere sollten immer in eine Wildtierauffangstation gebracht werden. In der Zwischenzeit sollte der Igel nur langsam auf Temperatur gebracht und Igelfutter oder zur Not auch Katzenfutter gegeben werden. Vögel versorgt man derzeit am besten mit einem aufgestellten Vogelfutterhäuschen.

Wildtierhotline

Die Wildtierhotline der Pfotenhilfe ist für Notfälle rund um die Uhr unter 0677/61425226 erreichbar.


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