BEZIRK ROHRBACH. Brauchtum bewegt: Mit vier Maibäumen im Besitz ist die Ortschaft Steinbruch (Gde. Neufelden) derzeit eine Maibaum-Hochburg. In Rohrbach-Berg wurde das Aufstellen zur Hochzeitsfeier und in Lembach packten die Kinder beim Aufstellen voll an.
Nur wenige Stunden währte in so manchen Gemeinde die Freude über einen eigenen Maibaum, ehe dieser zum Diebesgut wurde. Beispielsweise in der Gemeinde St. Johann: Nachdem die Gemeindebürger ihren Baum am Donnerstag händisch aufgestellt haben, ist dieser nächtens abhanden gekommen. Verantwortlich dafür zeigen sich Christian Mühleder und seine Freunde von der Maibaumcrew in Steinbruch (Gde. Neufelden), die auch die Bäume aus Aschach und Bad Mühllacken hamsterten. Schlafmangel bei Dieben “Seit Donnerstag haben wir nicht viel geschlafen und sind sozusagen im Dauereinsatz“, freut sich Mühleder über die reiche Beute. Mit Aschach und Bad Mühllacken laufen derzeit Verhandlungen über eine Auslöse, in St. Johann wird der gestohlene Baum am Freitagnachmittag zurückgebracht und wieder aufgestellt. Der Preis dafür: Bier und eine ordentliche Jause. In Rohrbach-Berg hatten potentielle Diebe zwar keine Chance, dafür aber wurde beim Aufstellen die Zusammenlegung der Gemeinden nochmals gefeiert. Auch ein Kraxeln stand auf der Tagesordnung. Hans Leitner (Niederwaldkirchen) und Franz Gabriel (Aigen-Schlägl) „bestiegen“ den 28 Meter hohen Maibaum. In Lembach hingegen wurde der Baum von den Kindern auf den Marktplatz gezogen – als Belohnung gab es gratis Eis vom Veranstalter, dem ÖAAB.
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