Biohort zieht Werks-Erweiterung in Herzogsdorf zeitlich vor
NEUFELDEN/ST.MARTIN/HERZOGSDORF. Das starke Wachstum der Firma Biohort, gepaart mit einigen Verzögerungen bei den Behördenverfahren für das geplante Werk in Drautendorf, machen es notwendig, den Ausbau des Werks in Herzogsdorf vorzuziehen.

Der europäische Marktführer bei Stauraumlösungen aus Metall, die Biohort GmbH aus Neufelden, setzt seine Erfolgsgeschichte fort: Die letzten zehn Jahre betrug das durchschnittliche jährliche Wachstum über 20 Prozent, für 2019 rechnet die Geschäftsführung mit einem Jahresumsatz von 78 Millionen Euro, was einem Umsatzplus von 12 Millionen Euro entspricht. Der Mitarbeiterstand ist auf 330 angewachsen, womit Biohort der zweitgrößte Betrieb im Oberen Mühlviertel ist.
Spatenstich im März 2020
Durch das rasante Wachstum müssen die Produktionsanlagen schon wieder ausgebaut werden. Daher wird 2020 das im Vorjahr eröffnete Werk 2 Herzogsdorf kurzfristig flächenmäßig auf 24.000 Quadratmeter verdoppelt werden. Dringend gebraucht werden Lagerkapazitäten, daher wird auch die bestehende Hochregallagerfläche verdoppelt. Die Baugenehmigung für die Erweiterung liegt bereits vor. Spatenstich wird im März 2020 sein, zu Jahresende soll die Erweiterung in Betrieb gehen. Das Investitionsvolumen wird voraussichtlich 7 Millionen Euro betragen. Im Biohort-Werk 2 in Herzogsdorf sind aktuell 50 Arbeitnehmer beschäftigt, ihre Zahl wird Ende 2020 auf 80 steigen.
Baubeginn in Drautendorf verschoben
Um langfristig Kapazitätsengpässe zu vermeiden, laufen auch die Planungen für ein großes neues Werk in Drautendorf, auf der Gemeindegrenze von Niederwaldkirchen und St. Martin, seit Anfang 2019 auf Hochtouren. „Bei den Behördenverfahren auf Landesebene gibt es leider Verzögerungen, weshalb auch die Erweiterung des Werks 2 in Herzogsdorf kurzfristig vorgezogen werden musste“, erklärt Biohort-Geschäftsführer Josef Priglinger. Auf dem über 10 Hektar großen Areal in Drautendorf wird nun statt heuer erst 2020 mit dem Bau eines hochautomatisierten Produktionswerkes mit vollautomatischem Hochregallager begonnen werden. Das Investitionsvolumen wird rund 50 Millionen Euro betragen. Es werden im 1. Bauabschnitt Produktions- und Bürogebäude mit einer Fläche von ca. 35.000 Quadratmetern entstehen. Die Bauzeit wird voraussichtlich zwei Jahre betragen.
Standorttausch
2022 wird Biohort dann vom derzeitigen Hauptstandort Neufelden nach Drautendorf übersiedeln. Im Gegenzug wird die Schwesterfirma von Biohort, die Ascendor Lifttechnik GmbH, in die Gebäude in Neufelden einziehen und den „alten“ Biohort-Standort nützen. Ascendor ist ein stark wachsendes Unternehmen und braucht ebenfalls dringend mehr Produktionsfläche.
Mitarbeiter voller Eifer
„Unsere Mitarbeiter bewältigen die produktionstechnischen Planungsarbeiten für den Neubau in Drautendorf weitgehend ohne fremde Unterstützung und sind mit vollem Eifer bei der Sache“, ist Josef Priglinger zurecht stolz.“Alle freuen sich auf ein prozesstechnisch hochmodernes Werk, damit Biohort auch künftig die Marktführerschaft mit „Made im Mühlviertel“ beibehalten kann“, berichten auch die beiden Projektleiter Johannes Zauner und Martin Höller.


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