Obertraun braucht neue Einnahmequellen
OBERTRAUN. Als „Dauerabgangsgemeinde“ – wegen der Pflichtausgaben an Bund und Land und der peripheren, somit wirtschaftlich eher ungünstigen Lage – ist Obertraun gewohnt, sparsam zu wirtschaften.

Mit der „Gemeindefinanzierung neu“ müssen aber zusätzliche Kriterien erfüllt werden, um Landesförderungen zu erhalten.
Strand-Parkplätze werden kostenpflichtig
Zusätzliche Einnahmequellen sind daher zu lukrieren und sinnvolle Sparmaßnahmen umzusetzen. „Ein erster Schritt ist die Bewirtschaftung der Parkplätze rund um das Strandbad, das zu einem stark frequentierten Naherholungsort wurde. Der Parkplatz wird ab Sommer kostenpflichtig, der Seezugang bleibt aber weiterhin gratis“, so Bürgermeister Egon Höll (SPÖ). Das Budget 2018 sieht auch bereits Einnahmen daraus vor. Auch eine gemeindeeigene Liegenschaft (Altes Amtsgebäude) soll veräußert werden.
Einnahmen und Ausgaben von 2,7 Millionen Euro
Das Budget sieht auch Einnahmen aus der Wasserabfüllanlage, verschiedene Kostenersätze, interne Umstrukturierungen und eine übergreifende – wenn auch geringe - Erhöhung der Wasser- Abwasser- und Abfallgebühren von zwei Prozent vor. Das ordentliche Budget 2018 umfasst somit Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von ca. 2,7 Millionen Euro.
„Erstmals sollte am Ende des Jahres – wenn auch ein sehr geringer – Überschuss zu Buche stehen“, so Amtsleiterin Monika Schilcher. Durch die weitere Aufwärtsentwicklung im Tourismus rechnet man mit Mehreinnahmen bei den Gebühren und Steuern. Andererseits steigen die Pflichtausgaben wie jene an die Krankenanstalten.
Einsatzzentrumbau als jahrelanger „Budgetbegleiter“
Für den Bau des dringend notwendigen Einsatzzentrums müssen 2,4 Millionen Euro aufgewendet werden. Die Landesmittel erhält die Gemeinde allerdings gestreckt bis zum Jahr 2022.“Somit muss das Projekt von der Gemeinde über Jahre und in großer Höhe vorfinanziert werden“, sagt Projektleiter Vizebürgermeister Bernhard Moser. Dafür nimmt die Gemeinde ein Darlehen auf. Darüber hinaus müssen der Bergrettungsdienst und die Feuerwehr beträchtliche Eigenmittel – knapp 160.000 Euro in Form von Robotleistungen und Spenden – einbringen.


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